Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Neustadt

Neue Debatte um Biogas-Erweiterung

Die Biogasanlage nahe dem Schneerener Ortskern sorgt immer wieder für Unmut bei den Anwohnern.

Die Biogasanlage nahe dem Schneerener Ortskern sorgt immer wieder für Unmut bei den Anwohnern.

Schneeren. Die Debatte um die geplante Erweiterung der Biogasanlage an der Resseriethe ist wieder im vollen Gang: Der Betreiber plant, die Anlage von derzeit 500 Kilowatt elektrischer Leistung auf dann 750 Kilowatt hochzuregeln. Der Ortsrat hat das Projekt am Donnerstagabend mehrheitlich befürwortet; nach einer kritischen, aber sachlichen Debatte auch mit Anwohnern, stimmten die fünf CDU-Vertreter und der Grüne für die Erweiterung, zwei SPD-Leute und der Vertreter der „Bürger für Schneeren“ (BfS) dagegen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Verkehrslärm und Geruchsbelästigung befürchtet

Insbesondere die Anlieger aus der Resseriethe und dem nahen Mühlenfeld wenden sich gegen die Erweiterungspläne. Sie befürchten eine starke Zunahme des Lieferverkehrs, viele sehen auch die Strom- und Wärmeerzeugung mittels Vergärung biologischer Stoffe grundsätzlich kritisch. In Schneeren gibt es mehrere Anlagen, die an der Resseriethe liegt besonders dicht an der Wohnbebauung.

In einer anderen Anlage, am Heuberg, gab es kürzlich Störfälle: Nach einem Sturmschaden an der Abdeckfolie über dem Gärbehälter verbreitete sich übler Gestank im Dorf. Betreiber ist Ortsratsmitglied Steffen Struckmann (CDU), der den zahlreichen Anwohnern Fragen zu dem Vorfall beantwortete. Unter anderem räumte er ein, dass wegen der kargen Ernte im vergangenen Jahr auch Hühnermist in den Anlagen vergoren worden sei, was viele Anlieger noch kritischer stimmte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Befürworter verweisen auf Nahwärmenetz

Die Befürworter verweisen auf das Nahwärmenetz, das mit der Abwärme aus der Stromproduktion betrieben wird. Bisher umfasst es 51 Gebäude im Ort, weitere Interessenten würden ihre Haushalte gern anschließen. Auch Schule und Sporthalle könnten dazukommen, wenn die Leistung erhöht wird. Das Verkehrsproblem hoffe man mit einer Einbahnstraßenregelung für die Lieferanten möglichst gering zu halten, heißt es – ein entsprechender Antrag wurde ebenfalls am Donnerstag abgestimmt, ebenfalls mit sechs zu drei Stimmen angenommen. Für den Antrag der Grünen, als Ausgleichsmaßnahme in der Nähe der Anlage Blühstreifen mit einer nachwachsenden Blühpflanzenmischung zu bestellen, sprachen sich die Ortsratsmitglieder einstimmig aus.

Das letzte Wort in dieser Beratungsrunde hat der Verwaltungsausschuss, der es am 29. April in nicht öffentlicher Sitzung berät. Nach einer Bekanntmachung beginnt dann die Einspruchsfrist für Anlieger und andere Betroffene – sie ist auf sechs statt der üblichen vier Wochen verlängert.

Von Kathrin Götze

Mehr aus Neustadt

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.