Suttorf

Tierfilmer dreht Dokumentationen für den NDR

Mit gut 200 Kilogramm Equipment reist Günter Goldmann umher - und filmt sogar mit einem Kamerakran.

Mit gut 200 Kilogramm Equipment reist Günter Goldmann umher - und filmt sogar mit einem Kamerakran.

Suttorf. Mufflon-Herden ziehen durch die alten Hutewälder des südniedersächsischen Mittelgebirges Solling. Der scheue Schwarzstorch zieht seinen Nachwuchs im Verborgenen auf, und der tagaktive Sperlingskauz, die kleinste Eule Deutschlands, geht mit großem Eifer auf die Jagd. Diese und noch viele andere tierische Geschichten erzählt Goldmann mit ebenso außergewöhnlichen wie imposanten Nahaufnahmen in seiner Dokumentation mit dem Titel „Der Solling - Niedersachsens wilder Süden“. Die Aufnahmen des Suttorfers sind am Mittwoch, 23. Dezember, ab 20.15 Uhr in der Reihe „Expedition ins Tierreich“ im NDR-Fernsehen zu sehen.

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Mehr als zwei Jahre Arbeit stecken in dem 45-minütigen Film. Über 150 Tage war Goldmann mit seiner Ausrüstung im zweitgrößten niedersächsischen Mittelgebirge nach dem Harz unterwegs, um seine Aufnahmen zu machen. „Wie jeder Spielfilmregisseur brauche auch ich ein genaues Drehbuch. Das Problem ist, dass die Tiere das Drehbuch nicht kennen“, sagt der 66-Jährige. „Zudem hat jede Tierart ihre sehr speziellen Eigenarten.“

Ohne eine gewisse Gelassenheit geht am Drehort gar nichts. „Manchmal sitzt man acht Stunden im Gebüsch, und es passiert überhaupt nichts“, erzählt Goldmann. Seine nötige Gelassenheit und Ruhe am Drehort hat sich der Suttorfer erst über die vielen Jahre als hauptberuflicher Tierfilmer angeeignet. „Es bringt ja nichts, hibbelig zu werden“, sagt er. Seit 1983 hat Goldmann bereits mehr als 50 Tier- und Naturdokumentationen gedreht - meistens im Auftrag des NDR.

Dabei kommt er eigentlich aus einer ganz anderen Berufsrichtung. Tierfilmer Günter Goldmann ist von Haus aus Diplom-Ingenieur und hat Vermessungstechnik studiert. Obwohl er in seinem erlernten Beruf schon seit Jahrzehnten nicht mehr tätig ist, profitiert er immer noch davon. „Eine Redakteurin hat mir mal gesagt, dass ich sehr genau filme und die Bilder exakt vermesse. Das kommt wohl vom Studium“, sagt er.

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Von Benjamin Gleue

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