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Schulenburg/Hannover

Graffiti-Kunst: „Weisheiten ignoriert“

Das große Bild an der Wand haben Jascha Müller (von links), Michael Findeisen und Philipp von Zitzewitz gemeinsam gestaltet.

Das große Bild an der Wand haben Jascha Müller (von links), Michael Findeisen und Philipp von Zitzewitz gemeinsam gestaltet.

Schulenburg.Narrenhände beschmieren Tische und Wände. So lautet der Titel der Ausstellung, die der Schulenburger Graffiti-Künstler Philipp von Zitzewitz gemeinsam mit Michael Findeisen und Jascha Müller in den Räumen des Vereins Workshop Hannover, Lister Meile 4, organisiert hat. Die drei Künstler präsentieren dort vor allem Bilder ihrer eigenen Kinder, die zum Teil gesprüht und zum Teil gemalt sind. „Als Vorlage dienten meist spontan entstandene Fotos“, sagt von Zitzewitz. Auf einem Motiv ist der Schulenburger zu sehen, wie er seine frisch geborene Tochter im Arm hält.

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Ein Bild haben die drei Künstler auch gemeinsam an die Wand der Ausstellungsräume gesprüht. Es zeigt zwei große Hände, die eine kleine Jacke zusammen knüpfen. „Die ganze Ausstellung präsentiert Formen der Fürsorge“, sagt Findeisen, der auch einige in Acryl gemalte Arbeiten ausgestellt hat. Müller zeigt als Referenz an Albrecht Dürer zudem ein Bild, auf dem die ikonische Madonna mit Kind im Arm zu sehen ist. „Die Ausstellung ermöglicht uns als Erwachsene einen Rückblick auf die eigene Kindheit und ist gleichermaßen eine Hommage an die Energien, die Kinder in uns freisetzen können“, sind sich alle drei Künstler einig.

Von Zitzewitz weist darauf hin, dass der Titel der Ausstellung auch als Anspielung auf die Diffamierung gedacht ist, die Graffiti noch immer erfahre. „Wie oft haben wir als Kinder und Jugendliche solche Weisheiten gehört und sie zum Glück ignoriert. Sonst würden wir heute nicht hier stehen“, sagt er.

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Die Ausstellung läuft bis Freitag, 28. September, und kann in den Öffnungszeiten montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie montags, dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Am Sonnabend, 1. September, bieten die Künstler ab 16 Uhr zudem eine Graffiti-Aktion zum Mitmachen an.

Von Tobias Lehmann

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