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Pattensen-Mitte

Pattenser Bad sucht Handwerker

Setzen sich für das Hallen- und Freibad in Pattensen ein: Klaus-Dieter Theur (links) und Wolfgang Vogt.

Setzen sich für das Hallen- und Freibad in Pattensen ein: Klaus-Dieter Theur (links) und Wolfgang Vogt.

Pattensen-Mitte. Hier quietscht ein Scharnier. Dort wackelt eine Bank. Da freut man sich über einen tüchtigen und umsichtigen Handwerker im Haus, der es schnell richtet. So einen Helfer, der sieht, woran es fehlt, sucht der Rettungsring, der Förderverein des Hallen- und Freibads in Pattensen. Dabei geht es nicht nur darum, Geld zu sparen, wie Klaus-Dieter Theur erläutert, der Vorsitzende des Rettungsrings. „Handwerker sind momentan schwierig zu bekommen, gerade für kleinere Reparaturen“, sagt er. „Viele sind restlos ausgebucht.“

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Seit das inzwischen 45 Jahre alte Bad privatisiert ist, sind Ehrenamtliche im Einsatz, um die Kosten für die Stadt Pattensen zu senken. Dazu kommen drei Ein-Euro-Kräfte, die vor allem in dem großen Außenbereich eingesetzt werden. Doch auch Wolfgang Vogt, der seit Gründung der Fördervereins aktiv ist, nimmt regelmäßig auf dem Sitzrasenmäher Platz und hilft bei der Pflege der 20.000 Quadratmeter Außengelände.Vogt hat sich mit drei anderen Ehrenamtlichen vom sogenannten „Green Team“ die Gesamtfläche in einzelne Bereiche eingeteilt, die nach einem selbstgewählten Turnus abgefahren werden.

Solche Helfer, die sich nach Absprache selbst organisieren können, sucht Theur jetzt für den handwerklichen Bereich. „Tischler, Maler, Maurer, Installateure, oder auch begabte Hobbyhandwerker – Leute, die im Ruhestand sind, aber aus Lust und Laune mit anpacken wollen.“ Die Aufgaben sind vielfältig. Zum Beispiel fehlt es im Bad an Platz zum Lagern von Möbeln und anderen Sachen. Container zu besorgen wurde als zu teuer abgelehnt. Dann kam Fred Oeltermann, Bad-Geschäftsführer und Rettungsring-Mitglied, auf die Idee, Gartenhäuser aus Blech auf der Anlage aufzustellen. Doch dafür müssen Fundamente aus Beton vorbereitet werden, damit die Häuschen solide stehen. Und dann hat die ständige Feuchtigkeit die Schwelle zur Sauna-Kabine ganz morsch gemacht. Jetzt wird jemand gesucht, der das schadhafte Stück Holz aussägt und durch ein neues Teilstück ersetzt.

Regelmäßig sind um die 20 Ehrenamtliche mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Einsatz, sagt Theur. „Niemand wird allein gelassen“, versichert er, „damit die Last für den Einzelnen nicht zu schwer wird.“ Er selbst werde bei seinem liebsten Hobby, dem Segeln, künftig kürzer treten („Steinhuder Meer statt Ostsee“), kündigt der Vorsitzende an. Damit sei er immer in der Nähe und ansprechbar. Wer im Bad mithelfen will, müsse nicht alles selbst machen: Es fehlten auch Fachleute, die andere anleiten können, sagt Theur. „Und die Zeit ist da: Es muss nicht alles am nächsten oder übernächsten Tag fertig sein.“

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Wer mehr erfahren möchte, erreicht Theur unter Telefon (05101) 1703. Er leitet auch den Rettungsring-Stammtisch, der sich an jedem zweiten Dienstag im Monat ab 19 Uhr im Bad-Bistro trifft. Das nächste Treffen ist am 13. November.

Von Kim Gallop

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