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Weetzen

Reformationstag: Neuer Zaun an der Kirche

Günter Köschel (vorn) und Stefan Herr weihen den neuen Zaun ein.

Günter Köschel (vorn) und Stefan Herr weihen den neuen Zaun ein.

Weetzen. Wer einen Zaun errichtet, tut dies meist, um eine Grenze zu ziehen oder einen Sichtschutz aufzubauen. Genau dies ist bei der Versöhnungskirche jedoch nicht der Fall. Die Weetzener Gemeinde hat auf dem Grundstück des Pfarrhauses einen sogenannten Reformationszaun eingeweiht, der die bisherige Hecke ersetzt.

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Vorher war die Kirche wegen des rund zwei Meter hohen Busches nämlich von der Dietrich-Bonhoeffer-Straße aus nur schwer einsehbar – eben auch für Katholiken, die bis vor zehn Jahren nur einen Steinwurf entfernt ihre eigene Kirchengemeinde hatten. „Der niedrige Zaun soll Offenheit demonstrieren. Wir wollen damit ökumenisch ein Zeichen setzen, um Trennendes wie etwa verschiedene Konfessionen zu überwinden“, sagt Günter Koschel, Pastor der Versöhnungskirche, die auch für katholische Messen genutzt wird – ein weiterer Grund, dass das Kirchengebäude von außen gut einsehbar sein soll.

Zusammen mit Stefan Herr vom katholischen Kirchenzentrum in Hannover-Mühlenberg, weihte Koschel den neuen Zaun ein. Als die beiden Theologen die Decke vom Zaun entfernten, kam ein Martin-Luther-Spruch zum Vorschein: „Wer einen Engel zum Freund hat, braucht die ganze Welt nicht zu fürchten.“ Vorerst ist er noch als Ausdruck auf Papier dort zu lesen, aber nicht mehr lange. „Der Spruch wird demnächst in den Zaun eingraviert“, berichtet Koschel. Ebenfalls noch auf der Agenda steht, die letzten Meter der Hecke am Grundstück des Pfarrhauses auch zu beseitigen. „Bis Ostern haben wir aber alles geschafft“, sagt Koschel – und schickt ein Lob an die Hausmeisterin der Kirchengemeinde, Melanie Schwannecke, hinterher: „Sie hat wirklich tolle Arbeit geleistet.“

Erst der Reformationszaun, dann der Reformationsbrunch – nach der Einweihung ging es für die rund 50 Teilnehmer zurück ins Gemeindehaus: Dort gab es Erbsensuppe, Gebäck und Getränke. „Na klar, wir sind eine Gemeinde, die gern isst“, sagt Koschel mit einem Augenzwinkern. Denn auch Essen gehört eben zur Gemeinschaft dazu.

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Von Stephan Hartung

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