Jahresbilanz

Bürgermeister Marlo Kratzke ist mit erstem Amtsjahr persönlich zufrieden

Zufrieden mit seinem ersten Jahr im Amt: Bürgermeister Marlo Kratzke.

Zufrieden mit seinem ersten Jahr im Amt: Bürgermeister Marlo Kratzke.

Ronnenberg. Der neue Bürgermeister sieht Stadt und Verwaltung auf einem guten Weg: Nach einem Jahr an der Spitze des Ronnenberger Rathauses zieht Marlo Kratzke (SPD) persönlich eine positive Bilanz. Im gleichen Atemzug lobt er jedoch auch die gute Zusammenarbeit mit dem Rat der Stadt und seinen Mitarbeitern, ohne die diese aus seiner Sicht erfolgreichen ersten zwölf Monate seiner Amtszeit so nicht möglich gewesen wären.

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Kratzke, der mit dem Ziel eines „neuen Miteinanders“ in der Stadt in den Wahlkampf gegangen war, versucht auch im Rathaus, das Miteinander zu verbessern. Beispiel ist die Einführung eine offenen Vorschlagswesens. Jeder Mitarbeiter könne dabei Vorschläge und Ideen einreichen. Diese werden in der Verwaltungsspitze beraten und bei Umsetzung sogar prämiert. „Das soll zeigen, dass jede Idee von jedem wichtig ist“, stellt Kratzke fest. Auch die Erweiterung der Verwaltungsspitze geht in diese Richtung: Die zusätzlich beteiligten Teamleiter sollen die Ideen aus Rat und Verwaltungsleitung ins ganze Haus tragen. Entscheidungen werden auf diese Weise für die Mitarbeiter transparenter, Strategien verständlicher. „Ich glaube, dass viele das neue Miteinander bereits leben“, sagt Kratzke.

Gewerbegebiet Nordost soll kommunale Finanzen entlasten

Einige andere Ziele, die sich der Bürgermeister bei seiner Amtsübernahme vorgenommen hat, sind schon auf einem guten Weg. Gerade erst hat er den flächendeckenden Ausbau aller Ortsteile mit Glasfaseranschüssen eingetütet. Die Ausweitung der Anzahl der Mülleimer in der Stadt und die Einführung einer Ronnenberg-App, die schon in ihrer Startphase viele Downloads verzeichnet habe, sollen noch weiter optimiert werden. „Stolz bin ich darauf, dass wir die Windkraftanlage in Linderte hinkriegen“, betont er. Für die fünf neuen Windräder, die den Strombedarf der Stadt ab 2026 zu einem großen Teil abdecken sollen, habe es nur Zustimmung aus der Bevölkerung gegeben, und auch der Rat habe das Projekt bis auf wenige Ausnahmen mitgetragen.

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Und von der Umsetzung des Gewerbegebietes Ronnenberg Nordost erhofft sich der Bürgermeister eine Entlastung der kommunalen Finanzen. „Ich gehe davon aus, dass dort in dieser Wahlperiode noch die Bagger rollen“, kündigt er an. Mit der sogenannten „Spange“ soll in diesem Zug auch eine Entlastungsstraße für den Ortskern gebaut werden.

Wie bei vielen anderen Kommunen geht es dem Bürgermeister bei den Verbesserungen der kommunalen Finanzen der Stadt insgesamt nicht schnell genug. Kratzke fordert mehr Unterstützung von Land und Bund, um Aufgaben wie kostenlose Kita-Plätze oder die Unterbringung von Flüchtlingen erfüllen zu können. „Ich bringe mich dabei stark ein. Im Ergebnis ist aber zu wenig passiert“, beklagt er. Deutlich macht er die schwierige Lage anhand eines fiktiven Rechenbeispiels: „Wenn wir alle freiwilligen Leistungen aus dem Haushalt streichen würden, wäre dieser anschließend noch nicht im Plus.“

Bürgerforen zu besonderen Themen haben sich bewährt

Im Austausch mit der Bevölkerung musste Kratzke seine Pläne zwischenzeitlich modifizieren. Während Sprechstunden vor Ort mehrfach nicht gut besucht waren, sind die Termine für die zentralen Gesprächsrunden mit dem Verwaltungschef im Rathaus in Empelde immer schnell ausgebucht. „Die Teilnehmer kommen aus allen Stadtteilen“, berichtet der Bürgermeister. Bewährt habe sich zudem das Format der Bürgerforen, wie zuletzt zum Thema Windkraftanlagen. Weitere Veranstaltungen soll es deshalb zu allen wichtigen Themen wie dem Regiobus-Betriebshof in Weetzen oder der „Spange“ in Ronnenberg geben. Allerdings sucht die Verwaltung noch nach Möglichkeiten, diese Veranstaltungen noch besser bekannt zu machen.

Auch zu der umfassenden Ortskernsanierung ist ein Bürgerforum geplant. Dazu konnte Kratzke jetzt ankündigen, dass auf dem Kirchplatz die ersten Arbeiten nach dem Stadtfest im Juni beginnen sollen. Außerdem stehe die Verwaltung derzeit in einem Austausch mit der Region Hannover, bei dem es um die zukünftige Gestaltung der Ortsdurchfahrt Ihmer Tor/Über den Beeken gehen soll – natürlich auch nicht ohne spätere Bürgerbeteiligung.

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Erschwerend für die Arbeit der Verwaltung bleibe weiterhin der Fachkräftemangel, berichtet Kratzke. Viele Abteilungen sind weiterhin unterbesetzt, wie die Gebäudewirtschaft, die zudem mit vielen wichtigen Themen, wie Kita- und Schulbauten, Ausbau der Solarenergie, dem Umbau des Heimatmuseums und der Flüchtlingsunterbringung überaus stark belastet ist. Andere Bereiche sind komplett unbesetzt, wie die Stelle des Wirtschaftsförderers. Konzeptionell habe Erster Stadtrat Torsten Kölle diese Aufgabe übernommen, Gespräche mit Firmen führe Kratzke überwiegend selbst. „Das ist auf die Dauer nicht durchhaltbar“, stellt er fest. Doch auch hier berichtet Marlo Kratzke von einer sich anbahnenden Entspannung: Im dritten Ausschreibungsverfahren zur Besetzung der Stelle haben sich zwei vielversprechende Bewerber gefunden.

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