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Ronnenberg

„Stoning Roll“ parkt im Heimatmuseum

Am Sonntagvormittag ist der rollende Stein am Heimatmuseum Ronnenberg eingetroffen.

Am Sonntagvormittag ist der rollende Stein am Heimatmuseum Ronnenberg eingetroffen.

Ronnenberg.Er rollt und rollt … Der „Stoning Roll“ soll den Frieden symbolisieren und am Tag der Deutschen Einheit in Berlin eintreffen. Nach 405 Kilometern liegt der Basaltstein seit Sonntag im Ronnenberger Heimatmuseum. Auf der einen Seite trägt er in 44 Sprachen das Wort „Frieden“. Auf der anderen Seite sind Symbole der acht Weltreligionen mit internationalen Zeichen für den Frieden vereint.

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Manuela Böttcher und Ariane Klingner bewegten den Stein in die Kernstadt. Sie waren es auch, die den „Stoning Roll“ zuvor von Bad Nenndorf zum Kloster Barsinghausen gebracht hatten. Mit dem 128 Kilogramm schweren Friedenssymbol waren sie am Sonntagmorgen um 8 Uhr in Barsinghausen unter anderem auch Angelika Remmert und Katarina Geisler gestartet. Manuela Beckmann begleitete die Gruppe zudem auf dem Fahrrad und versorgte sie mit kühlen Getränken.

„Die Utopie ist einmal um den Erdball. Der Zeitraum ist völlig egal“, sagt Michael Flossbach aus Kürten über das Ziel der rollenden Reise. Der Künstler hat das Projekt initiiert und möchte damit Menschen dazu auffordern, einen Stein ins Rollen zu bringen, etwas zu bewegen und gemeinsam den Weg zum Frieden zu gehen.

264 Menschen haben den Friedensstein in 130 Stunden bislang 405 Kilometer weit über Straßen und Wiesen und durch Wälder gerollt. Mehr als 231.800 Umdrehungen hat der Stein dabei gemacht. Das berichtete Böttcher gegenüber Bürgermeisterin Stephanie Harms und Lothar und Monika von der Heide vom Heimatmuseumsverein bei der Ankunft nach der dreieinhalbstündigen Etappe über 16 Kilometer bis nach Ronnenberg. „Es geht darum, Menschen in Bewegung bringen und zu inspirieren, etwas für den Frieden zu tun“, sagte sie.

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Die härteste Strecke sei für Böttcher und Klingner das Überwinden der Bantorfer Höhe gewesen. „Leider hat sich niemand bereit erklärt, den Stein von Bad Nenndorf aus zum Kloster Barsinghausen zu rollen. Und so haben wir zwei ganz allein diese Etappe übernommen. Das war schon etwas mühsam“, berichtete Böttcher.

Der Stein aus Mayener Basaltlava ist 128 Kilogramm schwer, hat einen Durchmesser von 55 und eine Dicke von 21 Zentimetern. Das Gewicht liegt auf der Achse, an der eine Schiebe- und Zugvorrichtung für mehrere Personen montiert ist. Die Lauffläche besteht aus zwei Stahlringen. Die Stahlringe sind entsprechend der durchschnittlichen menschlichen Körpergröße weltweit jeweils 175 Zentimeter lang. Ein eingelassener QR-Code verweist auf die Facebook-Seite des Projektes. Integriert im Stein ist ein GPS-Tracker, der den aktuellen Standort ist im Internet jederzeit unter stoning-roll.com anzeigen soll. Besonders praktisch, wenn – wie für den Weg von Barsinghausen nach Ronnenberg – die Route kurzfristig geändert werden muss.

Wer den Stein weiterhin zum Rollen bringen möchte oder sicherstellen möchte ihm auf seinem Weg zu begegnen, kann sich telefonisch bei Michael Weinmann unter Telefon (0176) 63233100 melden. Nächste Station ist am kommenden Sonntag, 19. August, die Mahn- und Gedenkstätte Ahlem. Geplanter Start am Heimatmuseum ist gegen 10 Uhr.

Von Heidi Rabenhorst

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