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Ronnenberg

Umweltpolitiker der Region einig gegen Bauschutt

An der Halde: Paul Krause (von links), Marc Bierhance, Ulrich Schmersow, Peter Heberlein und Christoph Loskant.

An der Halde: Paul Krause (von links), Marc Bierhance, Ulrich Schmersow, Peter Heberlein und Christoph Loskant.

Ronnenberg.Die geplante Ummantelung der Kalihalde in Ronnenberg hat für ein Novum in der Geschichte der Regionsversammlung gesorgt. Die umweltpolitischen Sprecher der drei größten Fraktionen trafen sich zu einem gemeinsamen Außentermin am Abraumberg in der Kernstadt. „Wir freuen uns über diese Einigkeit“, erklärte Marc Bierhance, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) „Bauschuttdeponie – Nein Danke!“ gegenüber Ulrich Schmersow (Grüne), Peter Heberlein (SPD) und Christoph Loskant (CDU). „Bitte tragen sie dies auch nach außen.“

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Parteien lehnen die Ummantelung mit Bauschutt ab

"Die drei Parteien, die hier stehen, lehnen das ab", legte sich Schmersow fest. Damit meint der Grüne die von der Firma Menke Umwelt Service geplante Ummantelung der Halde mit Bauschutt, der später eine Renaturierung folgen soll. Ein Abtrag der noch bestehenden Resthalde sei augenscheinlich die beste Lösung, erklärte Loskant, dessen Vater bis zur Schließung des Ronnenberger Schachts Albert dort beschäftigt war. Alle drei warnten davor, die Altlast des Kalibergbaus mit einer weiteren aus Bauschutt zu bedecken.

Die Regionspolitiker sehen sich gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiative die Verhältnisse vor Ort an.

Die Regionspolitiker sehen sich gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiative die Verhältnisse vor Ort an.

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Beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Nähe der Wohnbebauung zum Haldenkörper. „Nichts ersetzt den persönlichen Augenschein“, sagte Heberlein. Der Ronnenberger Paul Krause (SPD), der ebenfalls Regionspolitiker, hatte das Treffen eingefädelt. „Eigentlich sollte die Halde gar nicht mehr da sein“, berichtete er über den Teilabtrag der Bergbaurückstände vor vielen Jahren. „Die Wohnbebauung hier ist nur deshalb entstanden.“ Nun solle anstelle einer kompletten Beseitigung des Berges eine Aufschüttung auf rund 40 Meter erfolgen, berichtete Bierhance. Für die Anwohner sei dies „gnadenlos“, meinte Loskant.

Salzlauge fließt als Bach aus dem Kaliberg heraus

Die drei Politiker erklärten aber auch die Grenzen ihrer Einflussnahme: Die Entscheidung obliegt der Landesbergbaubehörde. Die Region sei nur im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung während des Planfeststellungsverfahrens beteiligt. Knackpunkte könnten hier die Belastung des Grundwassers und die Statik des Berges bei deutlich erhöhter Last sein. Direkt neben den Regionsabgeordneten lief derweil ein Salzlauge-Bach aus dem Berg, an dessen Ufern sich neu kristallisiertes Salz aufbaut – weiß wie Neuschnee. Dieses Wasser wird ungeklärt in die Fösse geleitet. Zum Abschied stellten die Gäste in Aussicht, sich für eine gemeinsame Resolution gegen das Menke-Vorhaben in der Regionsversammlung einzusetzen.

Marc Bierhance (von links) und Katharina Tschaeschel erklären Kerstin Liebelt und Olaf Lies die Lage an der Kalihalde.

Marc Bierhance (von links) und Katharina Tschaeschel erklären Kerstin Liebelt und Olaf Lies die Lage an der Kalihalde.

Tags zuvor hatte die Landtagsabgeordnete Kerstin Liebelt für die BI ein Treffen mit dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies arrangiert. Eine vorbereitete Präsentation unterstrich das Anliegen der Ronnenberger die Lebens- und Wohnqualität in ihrem Heimatort zu erhalten. Lies zeigte sich beeindruckt und sagte zu, sich auch einmal vor Ort ein Bild von der Halde und den potenziellen Umweltauswirkungen des Menke-Vorhabens verschaffen zu wollen. Der Termin soll so schnell wie möglich stattfinden, wie Liebelt mitteilte.

Alle Themen aus Ronnenberg auf einen Blick unter haz.de/umland/ronnenberg.

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Von Uwe Kranz

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