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Ronnenberg

Verwaltung löst das Umzugspuzzle

Die Verwaltungsspitze mit Cord Hennies (von links), Torsten Kölle, Wolfgang Zehler, Frank Schulz und Stephanie Harms freut sich über die Lösung des planerischen Problems.

Die Verwaltungsspitze mit Cord Hennies (von links), Torsten Kölle, Wolfgang Zehler, Frank Schulz und Stephanie Harms freut sich über die Lösung des planerischen Problems.

Ronnenberg.Manchmal ist es Kamerad Zufall, der hilft, Großes in Bewegung zu bringen. In Ronnenberg gab er jetzt den Impuls dafür, dass eine Reihe von Maßnahmen der Zentrumsgestaltung Tempo aufnehmen. Eine besondere Rolle in diesem Umzugspuzzle spielt dabei die frühere Sparkassenfiliale an der Langen Reihe. In einer kleinen Serie stellen wir die umfangreichen Veränderungen vor, die laut Bürgermeisterin Stephanie Harms innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahren in der Kernstadt verwirklicht werden sollen.

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Im Detail geht es um neue Standorte für die Außenstelle des Rathauses in der Velsterstraße und der beiden Ronnenberger Schulen sowie einen Umbau des Heimatmuseums, Über den Beeken. Sollte die Politik die Planungen der Verwaltung billigen, könnten am Ende der Maßnahmen „ganz nebenbei“ auch noch einige der Forderungen, die Bürger während der Planungswerkstätten zur Ortskerngestaltung gestellt hatten, umgesetzt werden.

Zum Hintergrund: Während der Planungen zur Sanierung der Rathaus-Außenstelle in der Velsterstraße haben sich immer mehr Probleme eingestellt. Ziel war es unter anderem, ein angemessenes Trauzimmer einzurichten. Darüber hinaus hatte der Rat die Bereitstellung eines Raumes zur Erinnerung an die früheren jüdischen Bewohner Ronnenbergs in diesem Haus beschlossen. Das Gebäude sollte außerdem barrierefrei gestaltet werden und sollte dazu einen Aufzug erhalten. Die Kosten dafür wurden zuletzt insgesamt auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt.

Außerdem ergab sich das Problem, dass keine geeigneter Lagerraum für die standesamtlichen Akten gefunden werden konnte. „Für eine Lagerung auf dem Dachboden hätten wir massiv in die Statik des Hauses eingreifen müssen“, erklärt Cord Hennies vom Team Gebäudewirtschaft der Verwaltung das kostenträchtige Problem. Auch der Keller war als Lagerstätte ungeeignet, obwohl die Akten geringere Lagerstandards erforderten als die Exponate eines Stadtarchivs. Es ist dort schlicht zu feucht. Außerdem waren die Anforderungen an den Brandschutz für einen Lagerraum zu umfangreich.

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Quasi im Vorbeifahren entdeckte Hennies schließlich ein Schild in der Sparkassenfiliale, das darauf hinwies, das Büroräume zu vermieten wären. Ein Anruf beim Makler, eröffnete Möglichkeiten, die direkte Anfragen bei der Sparkasse zuvor nicht ergeben hatten: Die Verwaltung mietet den früheren Schalterraum und eine darüber liegende Wohnung an. Damit kommt die nötige Bewegung in mehrere Projekte, die die Stadt ins Auge gefasst hatte.

In die Sparkasse einziehen sollen die Beamten des Standesamtes mit ihren Büros sowie das Bürgerbüro, das damit an deutlich zentralerer und somit prominenterer Stelle im Ortskern Ronnenbergs positioniert wäre. In der Wohnung würden Mitarbeiterräume und eine Teeküche eingerichtet. Der Mietvertrag ist noch nicht unterschrieben, beiden Parteien sind sich aber laut Harms bereits einig. Auch der Verwaltungsausschuss des Rates hat dem Geschäft bereits zugestimmt.

Eisdiele lässt auf sich warten

Zum Ronnenberger Ortskern gehört für die Stadtverwaltung auch das derzeit unbebaute Grundstück neben der früheren Sparkassenfiliale an der Langen Reihe. Laut Bürgermeisterin Stephanie Harms ist es mit Blick auf eine Bebauung erneut zu Gesprächen mit dem Investor gekommen. Das Ergebnis: Der Investor halte weiterhin an dem Plan fest, dass Grundstück zu bebauen, allerdings habe er eine Zusage für einen Baubeginn erst für Frühjahr bis Sommer 2020 gegeben. Harms deutete an, dass der Bau dann anders aussehen soll, als ursprünglich geplant. „Eine Eisdiele ist aber weiterhin Teil des Kompromisses“, stellte Harms fest.

Der Umzug könnte bereits im März 2019 erfolgen. Bis dahin müsste der Schalterraum noch entsprechend umgestaltet werden. Dazu soll eine „echte Eingangssituation“, geschaffen werden, wo derzeit eine bewegliche Glaswand den Automatenraum vom Schalterrraum trennt, da die dortigen Einrichtungen der Bank erhalten bleiben werden. Dies geschehe aus Gründen des Datenschutzes und da es im Automatenbereich zuginge „wie in einem Taubenschlag“, wie Fachbereichsleiter Frank Schulz feststellt. Mithilfe eine Tür soll deshalb eine angemessene Arbeitsatmosphäre geschaffen werden.

Die zusätzlichen Büroräume in der Sparkasse geben den Planern der Stadt neue Freiräume. Was dies für die Umbauten des Heimatmuseums und des heutigen Bürgerbüros in der Velsterstraße bedeutet, lesen Sie in unserem zweiten Teil zu diesem Thema.

Von Uwe Kranz

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