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Seelze

Aus Kesselwagen tritt Kohlensäure aus – Feuerwehr kontrolliert Waggon

Der Waggon auf der Kanalbrücke stand aus Sicht der Feuerwehr ungünstig.

Der Waggon auf der Kanalbrücke stand aus Sicht der Feuerwehr ungünstig.

Lohnde/Seelze. Ein qualmender, dampfender Eisenbahnwaggon hat am Freitag einen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr ausgelöst. Ein Lokführer in einem entgegenkommenden Zug hatte den Qualm festgestellt und um 14.14  Uhr Alarm ausgelöst, berichtet Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Der betroffene Zug wurde gestoppt. Unglücklicherweise kam dabei der betroffene Kesselwagen direkt auf der Eisenbahnbrücke über den Mittellandkanal in Lohnde zum Stehen. Im Einsatz waren zunächst die Ortsfeuerwehren Lohnde, Gümmer und Dedensen, die den vierten Zug der Stadtfeuerwehr Seelze bilden.

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Gefahrgutzug wird angefordert

Doch es habe sich schnell herausgestellt, dass es kein Feuer gab. Die Feuerwehrleute entdeckten, dass im unteren Bereich eines Kesselwagens Kohlensäure austrat und alarmierten den Gefahrgutzug der Ortsfeuerwehr Seelze nach. „Kohlensäure ist zwar sehr kalt, aber nicht gefährlich für Mensch und Umwelt“, sagte Köhler. Wegen der Kälte seien einige Teile des Waggons auch vereist gewesen. Für eine erste Begutachtung mussten die Feuerwehrleute unter Atemschutz mühsam die Böschung erklimmen. Für weitere Arbeiten wurde der Zug dann zum sogenannten Reparaturgleis an der Kanalstraße gefahren. Dort wurde der Kesselwagen aus dem Verbund genommen und näher untersucht.

Feuerwehr stellt keinen weiteren Austritt mehr fest

„Wir haben dann keinen weiteren Austritt von Kohlensäure mehr festgestellt“, sagte Köhler. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Michael Lorenz, der selbst lange Zeit den Gefahrgutzug leitete, habe eine leichte Überladung des Kesselwagens vermutet. Durch die Wärme der vergangenen Tage habe sich das Gas ausgedehnt und sei dann, um einen zu hohen Druck zu verhindern, planmäßig über ein Ablassventil entwichen. Wegen der Kälte der Kohlensäure sei das Ventil vereist. Die einsetzende Verdunstung habe denn den Eindruck von Qualm entstehen lassen und so die Meldung des entgegenkommenden Lokführers verursacht. Die Feuerwehr war mit insgesamt rund 65 Leuten im Einsatz. Allerdings konnten die Ortsfeuerwehren aus Lohnde, Gümmer und Dedensen nach der Übernahme durch den Gefahrgutzug wieder in ihre Gerätehäuser zurückkehren. Gegen 16.10 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Dann habe die Bahn den Waggon wieder übernommen.

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Von Thomas Tschörner

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