Seelze

Grüne wollen Runden Tisch zu Radwegen

Für Radfahrer gibt es in Seelze, wie hier an der Lange-Feld-Straße in Letter, oft nur wenig Platz.

Für Radfahrer gibt es in Seelze, wie hier an der Lange-Feld-Straße in Letter, oft nur wenig Platz.

Seelze. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Seelze fordert einen Runden Tisch zum Thema „Radwege in Seelze“. Bereits im April hätten sie den Antrag gestellt, kritisiert Grünen-Fraktionschef Knut Werner. Passiert sei bislang nichts. Die Verwaltung kündigt jetzt ein erstes Gespräch für Anfang 2019 an.

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Einen Runden Tisch halten die Grünen für notwendig, um ein in die Zukunft gerichtetes Radwegenetz zu entwickeln und dieses schnellstmöglich umzusetzen. Gegebenenfalls soll auch die Hilfe anderer Institutionen in Anspruch genommen werden. „Dabei ist sowohl das Interesse der Nutzer von Alltagsradwegen als auch der Nutzer von Freizeitradwegen zu berücksichtigen“, fordert Werner. Das Gremium soll aus Vertretern aller Fraktionen des Rates, der Verwaltung, Polizei und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bestehen. Bei Bedarf sollen Fachleute der Bahn, der Unteren Wasserbehörde sowie von Region und Bund als nicht ständige Mitglieder hinzugezogen werden, damit die jeweiligen Organisationen direkt in den Entwicklungsprozess eingebunden sind. „In einer oder mehreren öffentlichen Veranstaltungen sollten Bürger die Chance bekommen, sich einzubringen.“

Werner verweist auf diverse Gesprächsrunden und viele E-Mails. Allen gemein sei gewesen, dass die Seelzer mit dem jetzigen Angebot an Radwegen nicht zufrieden sind. Dafür haben die Grünen Verständnis. „Es gibt keine durchgängigen Wegstrecken für Alltragsradfahrer innerhalb der Stadt“, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende. Es geb auch für viele in Hannover beschäftigte Seelzer keine sinnvoll befahrbaren oder überhaupt keine Radstrecken in die Landeshauptstadt. Viele Eltern trauten sich nicht, ihre Kinder allein mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen. „Sie würden das Auto stehen lassen, wenn es einen behüteten Radweg gäbe“, ist Werner überzeugt.

Aktivitäten anderer Städte, die dem wachsenden Bedarf an Radwegen Rechnung tragen oder ihnen auch Vorrang einräumen würden, hätten positive Effekte gehabt: Der Einzelhandel habe profitiert, die Bürger hätten mehr Aktionen entwickelt, der Kohlendioxid-Ausstoß sinke, der Wohn- und Freizeitwert seien gestiegen. Weil der Bedarf, eine Regelung zu finden, groß sei und es gleichzeitig viele unterschiedliche Ideen gebe, sollte ein Runder Tisch einen Weg in die Zukunft entwickeln und begleiten. Werner hat jetzt noch einmal bei der Stadt nachgefragt, wann das Thema auf die Tagesordnung komme. Einen konkreten Termin gebe es noch nicht, sagte Stadtsprecher Carsten Fricke auf Anfrage dieser Zeitung. „Es wird aber im ersten Quartal nächsten Jahres dazu eine Sondersitzung geben“, kündigt er an.

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Von Thomas Tschörner

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