Lohn für Sponsorenlauf: Grundschüler kaufen sich ein neues Spielgerät
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Die Regenbogenschüler freuen sich über ihr neues Spielgerät.
© Quelle: Sandra Remmer
Seelze. Fast 2200 Kilometer haben die Schüler der Regenbogenschule bei ihrem Sponsorenlauf zurückgelegt – eine Strecke, die etwa einer Reise von Seelze nach Istanbul entspricht. Ihre Laufleistung hat ihnen die stattliche Summe von 6583,17 Euro in die Kasse gebracht. Einen Teil davon wollten die Grundschüler an das Tierheim in Krähenwinkel und die Tier-hilft-Mensch-Stiftung spenden, das hatten sie bereits vor dem Startschuss beschlossen, aber wie sollte der Restbetrag investiert werden? Die Antwort gab es auf der schulinternen Kinderkonferenz: Der Schulhof sollte ein neues Spielgerät bekommen. Seit Dienstag ist das Gerät mit dem Namen Supernova nun aufgebaut und kann in den Pausen von allen Regenbogenschülern genutzt werden. Was auf den ersten Blick eher unspektakulär wirkt, bietet den Mädchen und Jungen eine Reihe von Möglichkeiten. Der große, schräg gestellte Ring wird von den Kindern selber in Bewegung gesetzt – und dann heißt es, das Gleichgewicht zu halten und möglichst lange stehen zu bleiben.
Grundschule wird in den Sommerferien ausgebaut
Und an der Grundschule stehen noch weitere Veränderungen an. „In den Sommerferien beginnen die Sanierungsarbeiten“, sagt die kommissarische Schulleiterin Gerda Schlinke. Als erstes wird dabei das ehemalige Hausmeisterhaus abgerissen. Auch die auf dem großen Schulhof aufgestellten Container müssen weichen. Damit wird der Platz geschaffen, der für den dringend benötigten Neubau der Mensa erforderlich ist. 50 bis 60 Schüler sollen in der Mensa Platz finden. Zurzeit nutzen die Schüler der Regenbogenschule das Mittagsangebot der benachbarten Bertolt-Brecht-Schule. „Das kostet uns viel Zeit. Außerdem müssen mindestens zwei Lehrkräfte die Schüler begleiten“, erläutert Schlinke. 293 der insgesamt 440 Schüler nutzen das Ganztagsangebot der Schule – zu dem auch das Mittagessen zählt.
Vorübergehend Unterricht in Containern
Der Umbau der Schule soll in zwei Abschnitten erfolgen – erst der Neubau der Mensa und parallel zum Bau der neuen Grundschulen in Seelze-Süd und Harenberg dann die Sanierung des Gebäudes. Den Berechnungen der Architekten zufolge wird die dreizügige Variante der Ganztagsschule 5,7 Millionen Euro kosten. „Im Moment sind oft Planungsteams und Architekten hier bei uns in der Schule“, berichtet Schlinke. Während des Umbaus sollen die Schüler in Containern unterrichtet werden. Für die Anmietung dieser Container plant die Verwaltung zusätzlich Kosten in Höhe von etwa 230.000 Euro ein.
Von Sandra Remmer