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Seelze

Steffen Klingenberg ist Erster Stadtrat

Steffen Klingenberg (Mitte, mit Blumenstrauß) nimmt die Gratulationen von André Meyer (von links), Gerold Papsch, Jens Willms, Harald Scupin, Detlef Schallhorn, Alexander Masthoff, Knut Werner, Alfred Blume, Harald Temmler und Wilfried Nickel entgegen.

Steffen Klingenberg (Mitte, mit Blumenstrauß) nimmt die Gratulationen von André Meyer (von links), Gerold Papsch, Jens Willms, Harald Scupin, Detlef Schallhorn, Alexander Masthoff, Knut Werner, Alfred Blume, Harald Temmler und Wilfried Nickel entgegen.

Seelze.Der Rat der Stadt Seelze hat Steffen Klingenberg am Donnerstagabend mit deutlicher Mehrheit zum neuen Ersten Stadtrat gewählt. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde geheim abgestimmt: Klingenberg erhielt 23 Ja-Stimmen bei zehn Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

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Klingenberg ist der Nachfolger von Amtsinhaber Karsten Balzer, der noch bis Ende des Jahres im Dienst ist. Damit beginnt die achtjährige Amtszeit des 33-Jährigen am 1. Januar. Bürgermeister Detlef Schallhorn warb in der Ratssitzung für die Wahl Klingenbergs, der alle formalen Voraussetzungen erfülle. „Am wichtigsten ist aber, dass Sie Menschen mögen, mutig und gelassen sind sowie engagiert und offen.“ Dies werde alles von Klingenberg gewährleistet. Und weil Balzer noch im Amt sei, gebe es eine solide Übergangsfrist von rund vier Monaten. Klingenberg sei zudem jung genug, den digitalen Umbau der Verwaltung voranzutreiben. Aktuell leitet der 33-Jährige die Abteilung Finanzmanagement, zu der auch die Stadtkasse gehört. Künftig ist er nicht nur Kämmerer, sondern auch der ständige Vertreter des Bürgermeisters. Dies ist eine besondere Rechtsstellung, denn die Vertretungstätigkeit gilt nicht nur während der Abwesenheit des Bürgermeisters. Bürgermeister und Erster Stadtrat müssten also gut zusammenarbeiten können, hatte Schallhorn im Vorfeld gesagt. Gleichzeitig sei der Erste Stadtrat Vorgesetzter der Mitarbeiter im Rathaus und auch für die Fraktionen des Rates ein wichtiger Ansprechpartner.

CDU-Fraktionschef Jens Willms verwies auf das lange und aufwendige Auswahlverfahren mit insgesamt 44 Teilnehmern. Klingenberg beherrsche das Finanzrevier. „Er muss aber mehr sein als nur der Kämmerer.“ Die CDU-Fraktion habe Klingenberg deshalb zu einem Gespräch eingeladen, bei dem der Kandidat überzeugt habe. Die CDU gebe Klingenberg deshalb ihre Stimme.

Von einer zukunftsweisenden Entscheidung sprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Masthoff. Die Wahl eines Ersten Stadtrates sei ein außergewöhnliches Ereignis und keinesfalls normales Tagesgeschäft. Der Bürgermeister habe den besten Kandidaten des Auswahlverfahrens vorgeschlagen. Klingenberg sei zweifellos ein guter Kämmerer, dennoch gebe es in der SPD-Fraktion eine unterschiedliche Wahrnehmung des Kandidaten. „Wir werden deshalb nicht einheitlich abstimmen, es ist auch eine Gewissensentscheidung“, sagte Masthoff und beantragte eine geheime Abstimmung.

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„Ich weiß, dass Sie sich Entscheidungen nie einfach machen und immer das Richtige für unsere Stadt wollen“, sagte Klingenberg nach seiner Wahl. Er bedanke sich deshalb für den Vertrauensvorschuss. Die nächsten acht Jahre werde er nutzen, um zu zeigen, dass der Rat sich richtig entschieden habe, ihn zu wählen. Anschließend nahm er die Glückwünsche des Ratsvorsitzenden Alfred Blume, der Fraktionen sowie des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter entgegen.

Von Thomas Tschörner

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