Seelze

Türkische Gäste zu Besuch im Waldkindergarten

Das Konzept des Waldkindergartens überzeugt die Delegation aus der Türkei.

Das Konzept des Waldkindergartens überzeugt die Delegation aus der Türkei.

Velber. Zwei Bauwagen unter Bäumen, ein 400 Quadratmeter großes Spielgelände, viel Zeit und Raum für Naturbeobachtung, phantasievolle Spiele und das hautnahe Erleben, wie die Jahreszeiten wechseln: Das sind pädagogische Bausteine im Konzept des Waldkindergartens in Velber, das in Seelze einzigartig ist. Eine elfköpfige Gruppe aus der Türkei hat sich ein Bild von dieser Einzigartigkeit gemacht. Die Delegation hatte zuvor die Fachmesse „Didacta“ in Hannover besucht. Insgesamt vier Kita-Modelle haben sich die türkischen Pädagogen angesehen.

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Waldkonzept überzeugt türkische Pädagogen

„Mir ist klar geworden, wie wichtig die Beziehung zwischen dem Kind und der Natur ist – und wie wichtig Freiräume zum Lernen sind“, sagte Aysen Bakir. Sie leitet ein Kinderbetreuungsangebot „mit Meerblick“ an der Ägäis. Ganz ähnlich sah es Gaye Butün, die mit ihrem Mann ein Unternehmen aus dem Bereich der Bio-Produktion mit mehreren hundert Mitarbeitern führt. Sie möchte für die Kinder ihrer Angestellten einen Kindergarten einrichten, der möglichst eine Mischung aus Wald- und Naturerlebnis sowie Familienzentrum sein soll. „Die Kinder können in unserem Wald in entschleunigter Umgebung spielen, forschen, entdecken, erkunden und sich bewegen“, erläuterte die Velberaner Einrichtungsleiterin Patricia Damm den Gästen. „So erleben sie unmittelbar die Natur, lernen von und mit ihr“, sagte sie. Die Erfahrung zeige, dass der Aufenthalt im Freien die Kinder und ihr Immunsystem stärke.

Bedarf nach Kita-Plätzen steigt auch in der Türkei

Reiseleiter Iskender Yildirim berichtete von einer steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten in der Türkei. „40 Prozent der Kinder sind mittlerweile in einer Betreuung, und das Interesse der Eltern ist sehr groß“, berichtete er. Daher würden auch Bildungsreisen wie diese sehr gern angenommen. Die Suche nach neuen und alternativen Betreuungskonzepten sei ein Schwerpunkt der Reise. Darum hatte Yildirim Kontakt zum Waldkindergarten aufgenommen, der unter anderem auf ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen in der Natur setzt. „Ich habe das Konzept im Internet gesehen und fand es sehr gut – also dachte ich, da muss ich anrufen“, erzählte Yildirim.

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Von Sandra Remmer

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