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Sehnde

Junge Gläubige üben Stärke und Zusammenhalt

Am Mittellandkanal formen die Kinder ein Herz als Zeichen der Stärke.

Am Mittellandkanal formen die Kinder ein Herz als Zeichen der Stärke.

Rethmar. Die Kapitäne der Binnenschiffe auf dem Mittellandkanal hatten am Sonnabendnachmittag mehr Aufmerksamkeit, als sie es sonst gewohnt sind. 40 Kinder standen am Ufer und winkten jedem Schiff zu, das die Wasserstraße befuhr. Das allerdings war nur die Nebenbeschäftigung der jungen Ausflügler, denn der Kinderkirchentag der evangelischen Gemeinden Sehnde, Rethmar und Haimar hatte sie an das Gewässer geführt. Dort ließen sie Papierboote zu Wasser und formten zudem als Gruppe ein Herz. „Das Herz als Muskel steht für Stärke“, erklärte Damaris Frehrking den Grund. Die Pastorin leitete die Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren mithilfe einiger Teamer aus der Gemeinde durch den Tag, der unter dem Motto Zusammenhalt und Stärke stand.

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Dass der Kinderkirchentag in Rethmar stattfand, lag an der Kooperation der drei Kirchengemeinden Sehnde, Rethmar und Haimar. Der Zusammenschluss ist vor einiger Zeit beschlossen worden. „Nur so können kleine Gemeinden überleben“, sagte Frehrking. Das Zusammenwachsen beginne allerdings erst, meinte sie angesichts der 40 Teilnehmer. „In Sehnde sind es sonst mehr.“ Das liege daran, dass nur wenige Sehnder zu Veranstaltung in die Dörfer gingen und umgekehrt. „Da üben wir noch.“

Wenn Christen am kommenden Mittwoch den Reformationstag feiern, steht gerade bei Kindern Halloween hoch im Kurs. Der irisch-amerikanische Brauch hat sich in den vergangenen Jahren zum Verdruss der Kirchen in den Vordergrund geschoben. Auch die Kinder beim Kinderkirchentag schienen nicht abgeneigt zu sein. Kassian (8) denkt darüber nach, Halloween mit Freunden zu feiern. Pastorin Frehrking setzt auf Aufklärung. „Halloween kommt von Allerheiligen“, erklärt sie. „Man macht sich aus Angst vor dem Tod über ihn lustig.“ 80 Prozent der Kinder feierten das amerikanische Fest. Aber sie vermittele den Kindern lieber die Botschaft des Reformationstages. „Und wenn Kinder zu Halloween an meiner Tür klingen, sage ich ihnen, dass ich es nicht mag, und dass sie am Martinstag kommen sollen.“

Das Programm des Kinderkirchentages jedenfalls kam schon mal gut an. „Mir gefiel das Kämpfen am besten“, sagte der achtjährige Kassian aus Rethmar und bezog sich auf eine Taekwondo-Übung. Der elfjährige Sehnder Tom fand Gefallen am gemeinsamen Vorbereiten der Mittagssuppe. Am Nachmittag ging es ins Freie, wo mehrere Stationen warteten, an denen man gemeinsame Stärke zeigen konnte. Dazu gehörte beispielsweise das Balancieren auf einem Seil, bei dem man von der Gruppe abgesichert wurde.

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Emily (9) wird von der Gruppe auf dem Hochseil unterstützt.

Emily (9) wird von der Gruppe auf dem Hochseil unterstützt.

Von Michael Schütz

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