Sehnde

Kaliberg ist gewachsen

Der Kaliberg soll wieder niedriger werden.

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Sehnde. Der Sehnder Kaliberg ist zurzeit höher als geplant. Die Firma Kali und Salz will den Berg nun zurückbauen und die Abdeckung im Jahr 2019 beenden.

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„Die Höhe ist schon auffällig, weil man den Berg jetzt von verschiedenen Stellen Sehndes sehen kann, von denen man ihn bislang nicht sehen konnte“, sagt Günter Pöser von den Sehnder Grünen. Der Grünen-Ratsherr hatte eine Anfrage zum Fortgang der Arbeiten auf der Halde an die Stadtverwaltung gestellt.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bestätigte nun in der jüngsten Ratssitzung den Höhenzuwachs. Grund sei ein „temporäres Zwischenlager“, das die Bauschuttrecyclingfirma K+S derzeit auf dem Berg eingerichtet habe. „Daher ist der Berg momentan höher, als er sein soll“, sagte Lehrke.

Der Sehnder Hausberg, von den Sehndern liebevoll Kalimandscharo genannt, hat zurzeit eine Höhe von rund 154 bis 156 Meter über Normal Null. Weit mehr als 90 Meter ragt der Berg in Sehnde in die Höhe. Die Kalihalde, die aus Rückständen aus dem Bergbau besteht, ist damit momentan mehrere Meter höher als sie zum Ende der Arbeiten 2019 sein soll.

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„Das nasse Wetter erschwert zurzeit die Arbeiten“, so Ralph Köhler, Geschäftsführer der Bauschuttrecycling GmbH. Solche Zwischenläger seien nötig, um die Halde weiter abdecken zu können. Das aktuelle Zwischenlager auf der Spitze soll aber nun wieder abgebaut werden. „Der Berg wird am Ende anders aussehen“, sagte Köhler. Die Kalihalde soll 2019 eine endgültige Höhe von 152 Metern über Normal Null erhalten. Die Grundfläche wird 42,3 Hektar betragen.

Zurzeit wird dafür das letzte Baufeld an der Westseite des Kaliberges erschlossen. Die Südseite der Halde sei indessen schon fertig.  K+S will ingesamt 14,1 Millionen Tonnen Bauschutt aus dem Bergbau für den Berg verwenden. 12,2 Millionen Tonnen seien schon auf dem Berg verfüllt, so Köhler.

Der K+S-Geschäftsführer geht davon aus, dass der Zeitplan eingehalten wird und die Arbeiten an der Sehnder Halde bis Ende 2019 endgültig abgeschlossen werden können. Die Flutung laufe indessen noch bis 2021 weiter, so Köhler. Das Planfeststellungsverfahren zur Abdeckung der Halde ist im Gange. „Wir sehen daher keine Gründe für eine Verzögerung“, sagte Köhler. Nach Abschluss der Arbeiten in Sehnde will K+S an der Halde in Wathlingen weiterarbeiten.

Von Patricia Oswald-Kipper

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