Sehnde

Stromausfall in fünf Ortsteilen nach 13 Stunden behoben

Am Sonnabendmittag ist in vier Sehnder Ortsteilen der Strom ausgefallen.

Am Sonnabendmittag ist in vier Sehnder Ortsteilen der Strom ausgefallen.

Sehnde. Ein Defekt in einer Trafostation in Wassel (Rethener Straße) und ein Fehler in einem Stromkabel zwischen den Trafostationen Am Adenberge und Sehnde Schleuse haben am Sonnabendmittag Teile von Sehnde lahmgelegt. In insgesamt fünf Ortsteilen gab es seit circa 13.30 Uhr keinen Strom mehr. „Betroffen waren Haushalte in Müllingen, Wirringen, Bolzum, Wehmingen und Wassel“, sagt Ralph Montag, Sprecher von Netzbetreiber Avacon. Auch Teile von Sehnde waren zeitweise ohne Strom. Wie die Feuerwehr am Sonntagvormittag mitteilte, waren rund 2800 Bewohner von der Versorgungsunterbrechung betroffen gewesen. Gleich zwei Defekte auf einer Ringleitung seien äußerst selten, so Montag.

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In Wassel konnte die Stromversorgung bereits gegen 17 Uhr wieder hergestellt werden. Gegen Mitternacht konnten auch alle anderen Ortschaften wieder mit Strom versorgt werden. Da die Reperatur des Defekts in der Rethener Straße in Wassel noch einige Tage andauern könne, habe man Mittelspannungskabel vor einer der betroffenen Trafostationen verlegt, um sie auf diese Weise zu umgehen und effektiv vom Netz zu nehmen. Das teilte Avacon am Sonntag mit. Der zweite Fehler zwischen den Beiden Trafostationen in Sehnde konnte durch Umschaltmaßnahmen isoliert werden und sei nicht mehr versorgungskritisch. Er sollte im Laufe des Sonntags behoben werden, um anschließend wieder in den regulären Netzzustand zurückschalten zu können. Dies werde allerdings keinerlei spürbare Auswirkungen auf die Haushalte in den Ortschaften haben.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten am Sonnabend ab 20 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Müllingen-Wirringen einen Krisenstab eingerichtet. Auch das Technische Hilfwerk (THW) war im Einsatz, sagt Herrmann. Es sorgte zumindest im Gerätehaus für Strom, wo betroffene Anwohner eine Notverpflegung und Heißgetränke erhalten konnten. Alle anderen Feuerwehrhäuse seien auch besetzt gewesen.

In Bolzum musste die Feuerwehr am Nachmittag mit mobilem Strom aushelfen: Dort sei eine Patientin auf elektrische Geräte angewiesen gewesen, sagte Herrmann. Während des Stromausfalls musste die Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen zu einem weiteren Einsatz ausrücken. Angehörige sorgten sich um einen Bewohner, den sie nicht mehr erreichen konnten. Da dieser eine Gasheizung hat, befürchteten sie, dass durch den Stromausfall unkontrolliert Gas ausgeströmt sein könnte. Diese Vermutung bestätigte sich allerdings nicht. Die Einsatzkräfte konnten die Person wohlauf antreffen.

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Von jsp/jos

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