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Springe

Bürgerkoffer ersetzt Außenstellen

Das Gebäude der Außenstelle am Rudolf-von-Bennigsen-Platz in Bennigsen.

Das Gebäude der Außenstelle am Rudolf-von-Bennigsen-Platz in Bennigsen.

Springe.Das bisherige Konzept der Verwaltungsaußenstellen in den Ortsteilen ist Geschichte: Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Verwaltung einen Bürgerkoffer anschafft. Mit dem Koffer soll es verlässliche Außentermine in den Dörfern geben – und zwar in allen Dörfern.

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Verwaltungsaußenstellen verlieren Bedeutung nicht komplett

Die Verwaltungsaußenstellen in Bennigsen, Eldagsen, Völksen und Gestorf verlieren trotzdem nicht komplett ihre Bedeutung: Sie dienen den Stadtmitarbeitern Bennigsen und Eldagsen künftig zwei, in Völksen und Gestorf drei Stunden pro Monat als Büro. In den anderen Ortsteilen werden Feuerwehr-, Dorfgemeinschaftshäuser oder andere öffentliche Räume genutzt. In Altenhagen dienst dazu der Dorfladen Dorf-Kultur-Erbe.

Eingeführt wird der Bürgerkoffer vermutlich nach den Sommerferien. Dann gibt es eine dreimonatige Testphase. Anschließend sollen die Termine nur noch dann stattfinden, wenn mindestens ein Bürger vorab telefonisch seinen Besuch angekündigt hat.

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Vorabanruf erforderlich, damit die Sprechstunde stattfindet

„Wir müssen dem Ganzen mehr Zeit geben“, forderte der parteilose Ratsherr Uwe Lampe in der Ratssitzung eine längere Testphase. Er lehnte am Ende als Einziger das Konzeptpapier ab, das alle Ortsbürgermeister und zwei Verwaltungsvertreter zusammen erarbeitet hatten. Der Vorabanruf sei eine zu große Hürde, so Lampe. Gestorfs Ortsbürgermeister Eberhard Brezski verteidigte dagegen das neue Modell: „Kurz zum Telefonhörer zu greifen kann nicht zu viel verlangt sein. Das dient nicht der Verhinderung, sondern ist wirtschaftlich vernünftig.“ Gibt es keinen Bedarf, sollte der Verwaltungsmitarbeiter nicht durch die Gegend fahren müssen.

Außenstellen waren nur sporadisch besetzt

Die Grünen, die AfD und einzelne andere Politiker enthielten sich bei der Abstimmung. Die Mehrheit begrüßt dagegen, dass es in den Ortsteilen demnächst wieder verlässliche Sprechstunden gibt: Die Außenstellen waren zuletzt nur noch sporadisch besetzt. In den kleineren Dörfern gab es seit mehr als 15 Jahren kein Angebot mehr.

Von Marita Scheffler

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