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Uetze

Die Gemeinde schrumpft nicht mehr

Zuzüge in das Neubaugebiet "Wohnen am See" haben zum Einwohnerzuwachs Obershagens und der Gemeinde Uetze beigetragen.

Zuzüge in das Neubaugebiet "Wohnen am See" haben zum Einwohnerzuwachs Obershagens und der Gemeinde Uetze beigetragen.

Uetze. Entgegen der Prognose des Demografieberichts für die Gemeinde Uetze ist die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge hintereinander gestiegen. Am 31. Dezember 2017 waren in der Kommune 21 093 Menschen gemeldet - 10 521 Männer und 10 656 Frauen. Das sind 84 Einwohner mehr als Ende 2016.

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Im Demografiebericht, der Ende 2010 erschienen ist, hatte die Autorin Ruth Rohr-Zänker noch verhergesagt, dass die Bevölkerungszahl bis 2030 auf den Stand vor 1995 zurückfallen und dann bei 19 000 Einwohnern liegen werde. Tatsächlich nahm damals die Zahl über mehrere Jahre hinweg leicht ab.

Gemeindesprecher Andreas Fitz verweist darauf, dass der Demografiebericht mittlerweile etwas mehr als sieben Jahre alt ist. „Wir schrumpfen nicht“, stellt er klar. Er macht zugleich auf eine Folge des Wachstums aufmerksam: Weil junge Familien in die Gemeinde zögen, müsse die Gemeinde neue Kindertagesstättenplätze schaffen.

Die Entwicklung ist in den vergangenen zwölf Monaten in den einzelnen Orten unterschiedlich verlaufen. So konnten die Ortschaften Uetze, Obershagen und Eltze deutliche Zuwächse verzeichnen. In Uetze stieg die Einwohnerzahl um 87 auf 7457 Personen. Ein Grund für den Anstieg ist laut Fitz, dass rund 25 Flüchtlinge von Dollbergen nach Uetze umgezogen sind. Im Februar 2017 hat die Gemeinde die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Dollbergen aufgelöst. Außerdem seien Familien und weitere Flüchtlinge von auswärts in die Ortschaft Uetze gezogen, berichtet der Gemeindesprecher.

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In Oberhagen hatten am 31. Dezember insgesamt 1048 Einwohner ihr Zuhause, ein Jahr zuvor waren es nur 975. In Eltze stieg die Bevölkerungszahl um 21 auf 1453 Einwohner. Diese Zuwächse erklärt Fitz in erster Linie mit den dortigen Neubaugebieten, in denen eine rege Bautätigkeit herrscht.

Die Auflösung der Dollberger Flüchtlingsunterkunft wirkte sich auf die Einwohnerzahl der Ortschaft aus. In Dollbergen waren Silvester statt 2370 nur noch 2346 Personen gemeldet. Für den Rückgang in Hänigsen um 63 Personen hat Fitz bisher keine schlüssige Erklärung gefunden: Möglicherweise sei das eine Folge dessen, dass in Hänigsen seit einigen Jahren keine Neubaugebiete mehr ausgewiesen wurden. Ende 2017 wohnten in Hänigsen 5967 Menschen.

In Dedenhausen waren es zum Jahreswechsel 924 Einwohner (minus eins),  in Katensen 789 (minus zwei) und in Schwüblingsen 615 (plus zwei). Kleinste Ortschaft ist Altmerdingsen mit  591 Menschen (minus neun).

Die Einwohnerstatistik für 2017 bestätigt allerdings die Vorhersage des Demografieberichts, dass der Anteil der Migranten an der Bevölkerung weiter wächst. Ende des Jahres lebten 1378 Ausländer in der  Gemeinde, 36 mehr als zwölf Monate zuvor. Die Zahl Deutscher mit doppelter Staatsbürgerschaft nahm ebenfalls zu, und zwar von 846 auf 897 Menschen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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