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Hänigsen

Gemeinde trauert um Ehrenbürger Schmotz

Im Alter von 92 Jahren ist der Uetzer Ehrenbürger Willi Schmotz verstorben.

Im Alter von 92 Jahren ist der Uetzer Ehrenbürger Willi Schmotz verstorben.

Hänigsen. „Uetze hat einen wirklich verdienten Mitbürger verloren“: Mit diesen Worten würdigt Bürgermeister Werner Backeberg das ehrenamtliche Engagement von Willi Schmotz, der am Donnerstag im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Für seine Verdienste hatte der Hänigser 1996 das Bundesverdienstkreuz erhalten, vor zehn Jahren ernannte die Gemeinde ihn zum Ehrenbürger.

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Seine kommunalpolitische Arbeit begann Schmotz am 1. November 1992 im Rat der Gemeinde Hänigsen und im Samtgemeinderat. Nach der Gebietsreform 1974 gehörte er dem Rat der heutigen Gemeinde Uetze bis 2005 an – ohne Pause, wie Backeberg hervorhebt. In dieser Zeit übernahm er zweimal für fünf Jahre das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters und gehörte zudem dem Kreistag des Landkreises Hannover an. „Insgesamt 22 Jahre stand er an der Spitze der SPD-Fraktion im Gemeinderat“, sagte Backeberg. Schmotz war 1969 in die Partei eingetreten, unter anderem hatte ihn die Entspannungs- und Ostpolitik Willy Brandts und Herbert Wehners überzeugt. Vor zwei Jahren wurde er Ehrenvorsitzender der SPD Hänigsen.

„Es gibt nur wenige Menschen, die die Gemeinde so geprägt haben wie Willi Schmotz“, betonte Backeberg – denn die Kontinuität in seiner Arbeit lasse sich auch auf einem anderen Gebiet ablesen: Der Hänigser leitete 27 Jahre den TSV Friesen-Hänigsen, dafür ernannte ihn der Verein im März 2009 zum Ehrenvorsitzenden.

Backeberg bezeichnete den Sozialdemokraten als sehr geradlinigen, aufrechten Menschen, mit dem man sich herrlich habe streiten können: „Danach ging die Zusammenarbeit weiter, manchmal auch nach einem Bier.“ Bis heute unvergessen sind vielen Kommunalpolitikern die Rededuelle, die sich Schmotz mit den CDU-Fraktionschefs lieferte – oft mit einer Prise Ironie gewürzt.

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Am Sonnabend, 3. November, findet die Trauerfeier statt.

Von Antje Bismark

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