Uetze

In der Kötjemühle kann man heiraten

Andrea Knackstedt gestaltet das Trauzimmer in der früheren Kötjemühle nach den Wünschen des Brautpaares.

Andrea Knackstedt gestaltet das Trauzimmer in der früheren Kötjemühle nach den Wünschen des Brautpaares.

Uetze. Außerdem sind Trauungen im Rathaus und seit Juli 2013 im Pavillon des Festwerks in Dedenhausen möglich. Nach Auskunft der Standesbeamtin Susanne Teschmit fragen immer häufiger Brautpaare nach, ob sie außerhalb des Rathauses standesamtlich heiraten können. Weil Nachbarkommunen diese Möglichkeit anbieten, hat die Verwaltung bereits im vorigen Jahr nach geeigneten Räumlichkeiten in einem romantischen Umfeld für externe Trauungen gesucht. „Die Nachfrage nach Trauungen außerhalb des Rathauses hängt auch mit der Größe der Gesellschaft zusammen“, sagt die Standesbeamtin. Heute begleiteten nicht nur die Trauzeugen und deren Eltern das Brautpaar zum Standesamt. Immer häufiger seien standesamtliche und kirchliche Trauungen an einem Tag. Oder aber das Paar heirate nur standesamtlich. In beiden Fällen komme oft der größte Teil der Hochzeitsgesellschaft mit zum Standesamt.

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Laut Teschmit gibt es im Trauzimmer des Rathauses 20 Sitzplätze. Im Raum in der Kötjemühle ist hingegen für maximal 50 Personen Platz, im Pavillon des Festwerks für bis zu 75 Menschen. Sowohl Festwerk-Betreiberin Gabi Depenau als auch Andrea Knackstedt, die Ehefrau des Eigentümers der Kötjemühle, stellen die gewünschte Zahl an Stühlen auf und richten die Räume nach den Wünschen des Paares her. An beiden Orten kann die Trauung bei schönem Wetter im Freien stattfinden. Zudem besteht jeweils die Gelegenheit, anschließend auch dort die Hochzeit zu feiern und auf dem Gelände Hochzeitsfotos zu machen. Allerdings sind externe Trauungen teurer. Nach Teschmits Angaben werden in der Kötjemühle 120 Euro und im Festwerk 125 Euro zusätzlich zu den üblichen Gebühren fällig.

Stichwort: Historisches Gebäude

Die Wassermühle wird nach einem Brand sofort wieder aufgebaut

Die Kötjemühle lässt sich laut der Uetzer Ortschronik bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Angetrieben wurde sie vom Wasser aus dem Kötjemühlenteich. Ein gewisser Lorentz Voges aus Uetze hatte 1593 beim Celler Herzog Ernst ein Gesuch eingereicht, vor den Toren Uetzes einen Bach zu einem Teich anzustauen und eine Wassermühle bauen zu dürfen. Zwei Jahre zuvor hatte er noch vergeblich darum ersucht. Bereits 1598 verkaufte Voges diese an den Uetzer Vogt Utermarck und arbeitete von da an als Müller für Utermarck. 1708 erwarb Müller Nicolaus aus dem Calenberger Land die Kötjemühle. Gemäß der Ortschronik war er einer der Vorfahren des heutigen Eigentümers Jörg Knackstedt. 1817 brannte die Wassermühle ab. Danach wurde das Gebäude sofort wieder aufgebaut und 1833 noch einmal erneuert. Danach habe sich das Gebäude bis zur Stilllegung der Mühle im Jahr 1928 nicht verändert, schreibt die Chronistin Dorothea Radtke. Nach Knackstedts Kenntnis war die Getreidemühle jedoch noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Betrieb. Das Mahlwerk ist längst ausgebaut. Das Wasserrad ist auch nicht mehr vorhanden. Heute erinnern ein Mühlstein und alte Zahnräder vor dem Fachwerkhaus an die frühere Wassermühle.

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