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Uetze

Kirchenvorstand hat Baupläne abgespeckt

Wegen der hohen Bewirtschaftungskosten soll der alte Gemeindesaal abgerissen werden.

Wegen der hohen Bewirtschaftungskosten soll der alte Gemeindesaal abgerissen werden.

Uetze. Das neue Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uetze/Katensen soll nicht mehr als 1,3 Millionen Euro kosten. Deshalb hat der Kirchenvorstand den Entwurf, mit dem der Architekt Ekkehard Vogt den Wettbewerb zum Bauvorhaben der Kirchengemeinde gewonnen hat, abgespeckt. Seine Pläne hatte Vogt im September vorigen Jahres in einer Gemeindeversammlung vorgestellt.

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„Der Entwurf kann so, wie er präsentiert worden ist, nicht verwirklicht werden“, sagt Pastorin Heidrun Kück. Inzwischen habe Vogt eine vorläufige Kostenrechnung aufgestellt, mit dem Ergebnis, dass die Umsetzung seines Entwurfs zu teuer geworden wäre. Deshalb habe der Kirchenvorstand überlegt, was unverzichtbar ist und wovon er sich schweren Herzens trennen kann. Außerdem habe der Kirchenvorstand den Entwurf um eine Achse gespiegelt, damit Besucher von der Kirchstraße aus direkt auf den Eingang zugehen, berichtet Kück. Herzstück des barrierefreien Neubaus, der im Pfarrgarten entstehen soll, wird nach wie vor ein Saal für größere Veranstaltungen sein. Aber auch kleinere Räume wird es geben.

„Wir hoffen, dass die geänderten Pläne vom Kirchenkreis und von der Landeskirche genehmigt werden“, sagt Kück. Wenn die Zustimmung vorliege, könne der Kirchenvorstand den Bauantrag stellen. Auf das Okay des Kirchenkreises Burgdorf und der Landeskirche Hannovers ist der Kirchenvorstand angewiesen, weil  beide für das Bauvorhaben Geld geben wollen. Wieviel ist nach Kücks Worten derzeit noch nicht veröffentlichungsfähig.

Um das neue Gemeindezentrum finanzieren zu können, ist der Verkauf des Pfarrhauses II an der Schmiedestraße geplant. Außerdem hat der Kirchenvorstand vor, Rücklagen aufzulösen, die er für die Gebäudeunterhaltung gebildet hat und die wegen des Neubaus und des Verkaufs des Pfarrhauses II nicht mehr benötigt werden. Das Gemeindehaus, dessen Fassaden hätten saniert werden müssen, soll abgerissen werden. Nach dem gegenwärtigen Stand muss die Kirchengemeinde darüber hinaus einen Eigenanteil von 40 000 Euro über Spenden und Einnahmen bei Aktionen aufbringen. Daher hat der Kirchenvorstand einen Spendenaufruf gestartet.

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Im jüngsten Gemeindebrief legt Kirchenvorsteher Uwe Hoffmann dar, weshalb es aus seiner Sicht keine Alternative zu den abgespeckten Neubauplänen gibt. Die Ausgaben von rund 1,3 Millionen Euro seien zwar viel Geld, aber notwendig. „Denn eine Sanierung des alten Gemeindehauses würde auch nicht günstiger und uns langfristig viel mehr kosten“, schreibt Hoffmann.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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