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Uetze

Schlägerei-Prozess endet mit Freispruch

Am Amtsgericht in Burgdorf ist der in Uetze wohnende Angeklagte freigesprochen worden.

Am Amtsgericht in Burgdorf ist der in Uetze wohnende Angeklagte freigesprochen worden.

Uetze/Burgdorf.Glimpflich ist für den 26 Jahre alten Angeklagten Adrian O. aus Uetze der Strafprozess vor dem Amtsgericht Burgdorf ausgegangen. Der Angeklagte, der am 3. September 2017 in den früheren Morgenstunden an einer Schlägerei vor der Uetzer Diskothek Farmer’s Inn beteiligt war, wurde mangels Beweisen freigesprochen. Ihm hatte die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er sollte damals einen Gast des Farmer’s Inns mit einem Flaschenwurf und einen zweiten mit Schlägen verletzt haben. Doch keiner der 16 geladenen Zeugen konnte den Angeklagten als denjenigen identifizieren, der die Verletzungen zugefügt hatte.

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Auch die drei Zeugen, die am ersten Verhandlungstag dem Prozess ferngeblieben waren, konnten am Donnerstag nichts zur Klärung des Sachverhalts beitragen. Ein 19 Jahre alter Uetzer berichtete, dass der Angeklagte „und zwei Kameraden“ bei dem Streit besonders aggressiv gewesen seien: „Sie haben zugeschlagen.“ Aber auch andere Anwesende hätten Schläge ausgeteilt. „Ich habe eine Flasche fliegen sehen“, sagte der Zeuge aus. Er habe jedoch nicht gesehen, wer sie geworfen habe. Er könne auch nicht sagen, wie es zur Verletzung des zweiten Gastes kam. Plötzlich sei der Angeklagte auf ihn zu gerannt, schilderte der Zeuge dem Gericht. Er selbst habe Adrian O. mit einem Faustschlag niedergestreckt und so die Schlägerei beendet.

Auch eine 21-jährige Auszubildende, die damals nach draußen gegangen war, „um frische Luft zu schnappen“, konnte nichts zu Identifizierung des Täters beitragen. Sie sei gleich zur Seite gegangen, als die Schlägerei begann, erzählte die junge Hänigserin. „Als wir rauskamen, war da eine große Menschenmenge. Plötzlich haben sich die ganzen Leute geschlagen“, gab ein 24 Jahre alter Uetzer zu Protokoll. Die Situation sei sehr unübersichtlich gewesen.

Sowohl der Staatsanwalt als auch Pflichtverteidiger Christopher Reichelt plädierten auf Freispruch. „Der Sachverhalt hat sich nicht zweifelsfrei klären lassen“, stellte der Staatsanwalt fest. „Die Zeugen haben es nicht geschafft, Licht ins Dunkel zu bringen“, sagte Reichelt.

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So sah es auch Amtsrichterin Stephanie Rohe. Für sie stand fest, dass O. am 3. September 2017 im Farmer’s Inn war. Der Streit vor der Diskothek habe sich daran entzündet, dass der Wirt den Angeklagten und seinen Onkel des Lokals verwiesen hatte. Es lasse sich jedoch nicht mehr herausfinden, wie die Schlägerei abgelaufen sei. „Sie waren da. Aber was Sie genau gemacht haben, kann ich nicht sagen“, wandte sich Rohe an den 26-Jährigen. Im Zweifel müsse der Angeklagte freigesprochen werden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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