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Wedemark

Bauvorschrift erhält Zustimmung der Bürger

Die Straße Tattenhagen verläuft durch große Teile des Geltungsbereichs.

Die Straße Tattenhagen verläuft durch große Teile des Geltungsbereichs.

Bissendorf.Dass dieses Thema auf Interesse stoßen würde, stand bereits im Vorfeld fest. Mehr als 50 Bissendorfer nahmen im Bürgerhaus an der Sitzung des Ortsrats teil – wegen der Diskussion über die örtliche Bauvorschrift für den Ortskern des Dorfes.

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Es zeigte sich: Die Beiträge der Anwohner, die größtenteils aus dem Geltungsbereich des Ortskerns kamen, waren sachlich und positiv – ganz zur Freude der Ortsbürgermeisterin, denn solche Diskussion können bekanntlich auch gegenteilig verlaufen. „Mich hat nicht nur die Beteiligung gefreut, sondern auch die Art und Weise, wie das Thema angegangen wurde und wie ausgeprägt die Zustimmungen der Leute waren“, sagte Susanne Brakelmann, die für die entspannte Atmosphäre noch einen anderen Grund verantwortlich macht. „Vor zehn Jahren wäre das noch anders gewesen. Aber in Bissendorf gab es zuletzt Baustellen, daher wurden die Menschen für Veränderungen sensibilisiert.“

Es ging bei den Entwürfen zur Bauvorschrift darum, welche Vorgaben Neubauten erfüllen müssen, damit der teilweise historische Charakter des Ortsbilds erhalten bleibt. Dazu zählen Parameter wie Form, Neigung und Farbe des Dachs, Materialien der Außenwandflächen sowie Garagen, Carports und Nebenanlagen, die Höhen der Gebäude und die Gegestaltung von Zäunen oder Mauerwerken.

Man einigte sich etwa auf Änderungen bei der Höhe von eingeschossigen Bauten (5,50 Meter statt 4,50 Meter wie ursprünglich im Entwurf vermerkt) und zweigeschossigen Gebäuden (acht statt sieben Meter). Auch die Höhe von Zäunen (1,20 Meter als Vorschlag) ist zu klein, sie wird auf mindestens 1,80 Meter korrigiert. Neu aufgenommen wurde unter „Dacheindeckungen“ ein Punkt, der Photovoltaikanlagen erlaubt.

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Die Bauvorschrift wurde im Ortsrat als informelles Arbeitspapier behandelt. Die gewünschten Änderungen innerhalb dieses Entwurfs sind Aufträge an die Gemeindeverwaltung, die nun auf Basis der formulierten Änderungswünsche eine neue Bauvorschrift erstellen soll. Erst dann geht alles seinen kommunalpolitischen Gang: zurück in den Ortsrat, weiter in die Fachausschüsse, in den Rat. „Ziel ist es, dass Ende 2019 die neue Vorschrift vorliegt“, gibt Brakelmann den Weg vor. Was ihr auch wichtig zu betonen ist, um Missverständnisse von vorneherein auszuschließen: „Die Bauvorschrift ist nur eine Gestaltungssatzung zur Orientierung für die Bürger.“

Von Stephan Hartung

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