Wedemark

Deshalb hat die Kita in Resse Hühner gemietet

Thomas Weiss hält ein Huhn, während es Hanna (4, von links), Selma (5) und Tom (5) begutachten und füttern.

Thomas Weiss hält ein Huhn, während es Hanna (4, von links), Selma (5) und Tom (5) begutachten und füttern.

Resse. Aufgescheuchte Hühner? Von wegen. "Das sind Rhodeländer-Hühner. Diese Rasse ist dafür bekannt, sehr zutraulich und entspannt zu sein", sagt Thomas Weiss, während er ein Tier in den Händen hält. Die Kinder der Kindertagesstätte Kapernaum in Resse freut es: Sie können die Hühner anfassen, streicheln und füttern. Tom hält einem Huhn ein Stück Radieschen hin, es pickt genüsslich im Gemüse herum.

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Zwei Hühner verlassen ihr kleines Häuschen.

Zwei Hühner verlassen ihr kleines Häuschen.

Für drei Wochen befindet sich derzeit auf dem Außengelände der Kita ein umzäuntes Areal von rund 30 Quadratmetern. Der Inhalt: ein kleiner Stall in Form eines Häuschen und fünf Hennen, die in dem Haus schlafen und sonst fröhlich draußen herumlaufen. Die Tiere sind aber nur gemietet – von Weiss und seinem Betrieb "Hanno Huhn". Der Inhaber hat Anfang März Häuschen, Hühner, Futter, Wassertränke und Zaun nach Resse gebracht und die Erzieherinnen in die Hühnerhaltung eingewiesen.

Kinder kümmern sich um Hühner

Zusammen mit den Erzieherinnen kümmern sich die Kinder um die Hühner – jede der drei Gruppen ist für eine Woche dran. „Erst hatten die Kinder noch Berührungsängste. Jetzt lernen sie, wie schützenswert und liebenswert die Tiere sind“, sagt Bärbel Stöcker, Leiterin der kirchlichen Kindertagesstätte, und freut sich über den pädagogischen Nutzen der Aktion. „Wir sind eine Bildungseinrichtung. Die Kinder erfahren durch dieses Projekt, dass die Eier nicht auf den Bäumen wachsen oder aus dem Supermarkt kommen.“

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Nach Ende der Mietzeit am 26. März, die wöchentlich 89 Euro beträgt und von der Kita aus dem eigenen Haushalt bezahlt wird, holt Weiss sein Equipment wieder ab. Die Erfahrung sagt ihm, dass die Kinder dann oft traurig sind. „Ich sage ihnen dann, dass die Hühner nicht sterben, sondern nur umziehen und demnächst andere Kinder besuchen“, sagt Weiss. Vorwiegend in Kindergärten, aber auch in Seniorenheimen oder bei Privatpersonen ist die Hühner-Miete beliebt. „Die Resonanz ist groß. Im Vorjahr hatte ich nur vier Ställe, musste im Winter acht weitere nachbauen“, erzählt der Isernhagener, dessen Liefergebiet die Region Hannover beinhaltet. Im Jahr 2020 wird er bestimmt wieder fünf Hühner nach Resse vermieten. „Wir machen das jetzt jedes Jahr“, sagt Stöcker.

Lernprojekt mit Hühner vermittelt Kita- und Grundschulkindern Wissen

Seit 2017 gibt es das Hühnermobil. Das Projekt von der Region Hannover, dem Biohof Rotermund-Hemme aus der Wedemark und der Sparkasse Hannover ermöglicht Kita- und Grundschulkindern, Hühner aus der Nähe zu erleben.

Von Stephan Hartung

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