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Wedemark

Feuerwehr löscht Brand in Fischräucherei

Die Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort.

Die Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort.

Hellendorf. Ein Rußbrand in der Räucherei im Forellenhof von Hartmut Pflüger hat am Dienstag den Räucher- und den Filetierraum sowie den Laden des Unternehmens in Hellendorf stark beschädigt – bereits am Mittwochmorgen aber verkündete Pflüger, dass der Verkauf von geräuchertem Fisch aber in mobilen Wagen weitergehe. Die Brandermittler der Polizei gehen von einem technischen Defekt ohne Fremdverschulden aus. Der Schaden wird mit rund 80.000 Euro beziffert.

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Mehr als 60 Feuerwehrleute kämpften unter der Leitung von Jens Kahlmeyer stundenlang gegen den Brand, der sich vom Schornstein aus in eine Zwischendecke ausgebreitet hatte. Um die Flammen zu löschen, mussten die Einsatzkräfte zuerst das Dach öffnen, um den völlig verrauchten Dachstuhl zu entlüften. „Die Sichtweite betrug am Anfang nur rund 30 Zentimeter“, sagte Feuerwehrsprecher Carsten Bohlmann. Anschließend öffneten die Einsatzkräfte die Zwischendecke mit Motorsägen. Bohlmann bezeichnete den Einsatz als äußerst personalintensiv, rund 20 Feuerwehrleute waren unter Atemschutz im Einsatz. Insgesamt waren sechs Ortswehren mit mehr als 60 Kräften alarmiert worden. Auch am Abend war die Feuerwehr noch vor Ort für eine Brandwache.

Mitarbeiter und Gäste helfen beim Löschen

Den Brand entdeckt hatten nach Aussage von Eigentümer Hartmut Pflüger zwei Mitarbeiter, die sich auf dem Gelände der Räucherei aufhielten. Eine Kollegin alarmierte die Feuerwehr, während andere Mitarbeiter und Gäste mit den Löscharbeiten begannen. „Das Feuer breitete sich wie bei einem Schornsteinbrand aus“, sagte Pflüger, nach dessen Angaben die Brandermittler der Polizei bereits am Mittwochmorgen die Räucherei untersucht hatten.

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Außerdem hätten etliche Kunden angerufen, um sich nach der Situation zu erkundigen, sagte der Hellendorf und fügte hinzu, er habe zwischenzeitlich den Verkauf neu organisieren können. „Am Mittwoch steht noch unser mobiler Wagen, mit dem wir normalerweise zu Wochenmärkten fahren, auf dem Hof“, sagte Pflüger, der am Nachmittag einen zweiten Wagen holen wollte. Der diene künftig als Verkaufstresen, die Fische dafür würden in mobilen Räucheröfen zubereitet. Denn niemand könne derzeit vorhersehen, wie umfangreich die Sanierung der beschädigten Räume ausfallen müsse.

„Eine seltene Lage für uns“

Nach Aussage von Gemeindebrandmeister Maik Plischke erhielten die Feuerwehren zeitgleich zum Alarm in Hellendorf eine Alarmierung für Gailhof: Dort hatte die Brandmeldeanlage in einer Spedition ausgelöst, dies stellte sich vor Ort als ein Fehlalarm heraus. „Das ist eine seltene Lage für uns gewesen“, sagte Plischke, die Disposition sei zunächst schwierig gewesen.

Erst am Montagabend hatte Plischke im Wedemärker Rat darauf hingewiesen, dass steigende Einsatzzahlen die Freiwilligen Feuerwehren zunehmend vor Herausforderungen stellten – vor allem während der Tagesverfügbarkeit. So kletterte die Zahl der Hilfeleistungen von 127 im Jahr 2014 auf 226 im vergangenen Jahr. Deshalb beschlossen alle Kommunalpolitiker zum 1. Juli einstimmig eine neue Gebührensatzung, nach der die Gemeinde bestimmte Hilfeleistungen, beispielsweise das Auspumpen vollgelaufener Keller, berechnen kann. Damit sollen jene Einsätze reduziert werden, die nicht der Gefahrenabwehr dienen. Auch bei vorsätzlichen und fahrlässigen Brandstiftungen kann die Verwaltung künftig eine Rechnung erstellen.

Von Antje Bismark

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