Wedemark

Gemeinsam gärtnern dient der Integration

Zahradi Imbrahim erntet Kräuter aus den zusammen mit Taibe Hüssin und Nazdar Abdo angelegten Beeten.

Zahradi Imbrahim erntet Kräuter aus den zusammen mit Taibe Hüssin und Nazdar Abdo angelegten Beeten.

Meitze. Das Projekt „Bunte Beete – Interkulturelles Gärtnern in der Wedemark“ dient der Integration von geflüchteten Menschen. So sind in den vergangenen Monaten dort, wo die Gemeinde Flüchtlingen Häuser oder Wohnungen mit Gärten zur Verfügung stellen konnten, in Zusammenarbeit mit den Vereinen Miteinander sowie Migranten für Agenda 21 prächtige Beete mit Blumen und Gemüse entstanden. Aktuell sind es 20 im Gemeindegebiet.

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Nach Auskunft der Integrationslotsin Ute Kraetzschmer sollen es im nächsten Jahr bereits 30 sein. Und die Realisierung rückt näher. Wie sie am Donnerstag berichtete, hatte sich der Verein um einen Zuschuss bei der Region Hannover beworben. Und diesem Antrag stimmte die Region letztlich auch zu und bezuschusst das Projekt bis November 2019 mit 4500 Euro, teilte Regionssprecherin Frauke Bittner jetzt mit. Die Gemeinde plant zudem einen Gemeinschaftsgarten in Mellendorf. Ein entsprechender LEADER-Antrag zu Förderung der ländlichen Entwicklung wurde dafür bereits gestellt, heißt es aus dem Rathaus.

Und wie die Beete schließlich aussehen können – das Projekt läuft seit April – präsentierte Kraetschmer der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier, Mathea Müller als Leiterin Stabsstelle für Migration, der Vorsitzenden des Vereins Miteinander Dorothea Diekmann sowie Avan Azad von der Stabsstelle für Migration bei einem Rundgang durch den Garten einer Meitzer Unterkunft, in der vier Familien aus Syrien und Pakistan leben.

„Wir als Gemeinde sind schnell aufgesprungen“, sagte dabei Schönemeier und spricht von einem gelungenen Projekt. „Denn Gartenarbeit schweißt zusammen.“ Das sei ähnlich wie bei Kochkursen. Avan Azad von der Stabsstelle konnte davon berichten, wie sich die Gärtner über den Nachbarzaun hinweg verständigt hätten und so vom angrenzenden Reiterhof Pferdeäpfel als Dünger bekommen haben. Auch das diene der Integration, betont er.

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Und der Dünger hat offenbar geholfen: Im Garten wachsen nun prächtige Kürbisse, Melonen, Gurken, Paprikapflanzen und Mais sowie diverse Kräuter und Blumen. Angesichts der abgelegenen Lage Meitzes ohne Supermarkt dienten die Erzeugnisse nun auch der Selbstversorgung, wusste Kraetschmer noch zu berichten.

Von Sven Warnecke

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