Wedemark

Heimatmuseum Wedemark sucht neuen Leiter

Karl Hans Konert will als Museumsleiter bald seinen Schlüssel weitergeben.

Karl Hans Konert will als Museumsleiter bald seinen Schlüssel weitergeben.

Bissendorf. Das Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark gilt als bestens sortiert auf einem für kleinere lokale Museen hohen Standard. Das ist nicht zuletzt dem Engagement des Leiters Karl Hans Konert zu danken. Nach sieben Jahren will der 70-Jährige sich nun stärker dem Privaten widmen. Zum 31. März 2019 wird er, wie seit Sommer der Gemeinde angekündigt, den Schlüssel zum Museum weiterreichen.

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Das Wedemärker Museum mit Standort in Bissendorf hat sich unter den Heimatmuseen einen guten Ruf erarbeitet

Das Wedemärker Museum mit Standort in Bissendorf hat sich unter den Heimatmuseen einen guten Ruf erarbeitet.

„Es ist ein modernes Museum geworden und wird dafür auch gefördert“, sagt Bürgermeister Helge Zychlinski, der in einem Pressegespräch die Suche nach einer Nachfolge öffentlich machte. „Der Veränderungsprozess ist in jeder Ecke zu sehen.“ Ein wunderbares Museumsteam habe in den sieben Jahren zahlreiche Projekte realisiert. „Die Ausstellungen werden Besuchern unterschiedlicher Generationen gerecht.“ Zudem hätten sie auch Themen aufgegriffen, die durchaus nicht üblich seien. Ein gut bestelltes Feld nennt der Bürgermeister, was Konert der nächsten Leitung überlassen wird.

Anforderungsprofil für ehrenamtlichen Leiter

"Interesse an historischen Zusammenhängen sollte vorhanden sein – detaillierte Kenntnisse müssen aber in keiner Weise sein. Die hatte ich auch nicht", sagt Konert und beschreibt selbst das Anforderungsprofil für den künftigen ehrenamtlichen Leiter oder eine Leiterin. "Der Umgang mit Menschen ist wichtig." Englisch zu sprechen, wäre auch gut, ergänzt Konert. "Wir bekommen inzwischen Anfragen aus aller Herren Länder." Dabei wollten viele Interessierte die spektakuläre Scorpions-Vitrine des Museums ansehen – "darauf fahren die Leute ab".

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Modern hat das Heimatmuseum auch in seiner technischen Ausstattung vorgelegt; dazu trägt seit 2016 ein Förderverein bei. So hat der Verein jetzt einen digitalen Bildschirm erworben; der Ankauf eines alten Busse-Gemäldes ging voraus. Demnächst sollen alle Gemälde des in Bennemühlen gebürtigen Kupferstechers und Malers Georg Heinrich Busse aufgespielt und gezeigt werden.

Ehrenamt soll erhalten bleiben

Die Gemeinde ermöglicht den wichtigen Akteuren fachliche Fortbildungen. Dass die Museumsarbeit auch in der Leitungsposition im Ehrenamt bleibt und nicht von der Kommune übernommen wird, hält der Verwaltungschef weiter für richtig und förderlich. „Das ist ein Motivationsanker. Die Leidenschaft der Ehrenamtlichen füllt viel aus, und wir unterstützen. Am Ende würde man das Engagement kaputt machen mit einem Hauptamt“, sagt Zychlinski. Gleichwohl gebe es für das Ehrenamt des Leiters eine kleine Aufwandsentschädigung von 250 Euro monatlich.

„Es waren sieben anstrengende Jahre“, sagt Konert, aber man habe immer Spaß im Team. Die Ausstellungen im Museum über der Gemeindebibliothek und im Kavaliershaus nebenan wurden neu strukturiert. Zwei Gästeführerinnen wurden gewonnen, ein Stamm von 20 Aktiven übernahm unterschiedliche Arbeiten für das Heimatmuseum: Konzepte, Erwerb von Ausstellungsstücken, Aufsicht in den Räumen, Besuch von Flohmärkten, Internet, handwerkliche Zuarbeit, Kontakte zu anderen Museen, Aktionen mit Schulklassen.

Die Kooperation mit Schulen sollte fortgesetzt werden, wünscht sich der Bürgermeister. Der Noch-Museumsleiter wiederum würde außer einer persönlichen Nachfolge künftig gern deutlich mehr Aktive aus allen Ortsteilen der Wedemark im Museumsteam sehen. „Der Standort ist Bissendorf, aber wir sind ein Heimatmuseum Wedemark“, sagt Konert.

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Info: Wer sich für die ehrenamtliche Museumsarbeit interessiert oder Karl Hans Konert treffen möchte, um über eine mögliche Nachfolge zu sprechen, kann ihn unter (05130) 790396 direkt anrufen. In der Gemeinde wäre Fachbereichsleiter Jörg Clausing Ansprechpartner. Er ist per E-Mail an joerg.clausing@wedemark.de erreichbar.

Von Ursula Kallenbach

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