Wedemark

Kriminala übertrifft Erwartungen

Werner Wieczokeit (von links, gespielt von Andreas Henning), Shiva Schuster (Kerstin Duve), Jens Jansen (Heinrich Brammert) und Nadine Neumann (Jutta Altrogge) in einer Szene der Kriminala.

Werner Wieczokeit (von links, gespielt von Andreas Henning), Shiva Schuster (Kerstin Duve), Jens Jansen (Heinrich Brammert) und Nadine Neumann (Jutta Altrogge) in einer Szene der Kriminala.

Resse. „Eugen, ich habe es für uns getan“ – am Ende musste Kommissarin Nadine Neumann der Freya Franke kein Geständnis mehr entlocken, das legte die Wedemärker Mörderin auch so ab. Allerdings hatte die Täterin nicht nur Heidelinde von Oegenbostel auf dem Gewissen, sondern – wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte – auch deren Mutter Eleonora.

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Gut, dass die ganze Schauergeschichte nur Fiktion war: Nach einer Woche legt Jutta Altrogge das Amt der Kommissarin wieder ab – besonders Heike Haster dürfte sich freuen, dass sie nicht wirklich ins Gefängnis wandert. Ganze 17 Laienschauspieler haben an der ersten „Kriminala“ in der Wedemark eine Woche lang mitgewirkt.

Einige Schauspieler kommen aus der Theatergruppe Wedemark

So auch Jan Eggers. Er spielte Eugen von Oegenbostel, den Ehemann beziehungsweise Vater der zwei Mordopfer: „Letztes Jahr konnte ich mir noch nicht vorstellen, die Rolle zu spielen – jetzt hat es großen Spaß gemacht“, resümierte Eggers, der wie ein paar der weiteren beteiligten Schauspieler auch in der Theatergruppe Wedemark spielt. „Wir spielen jeden Tag vor einem anderen Publikum, auch draußen und auf keiner Theaterbühne. In einer Viertelstunde muss alles rüberkommen, was man zu sagen hat. Das sind ganz andere Bedingungen“, erzählt er. Eine besondere Herausforderung sei es auch gewesen, zu improvisieren, während das Publikum Fragen stellen durfte.

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Man sei „sehr viel freier als in der Theatergruppe“, stimmte ihm auch Christian-Albrecht Drews in puncto unterschiedliche Bedingungen zu, „trotzdem hat beides seine Reize. Hier muss man sich sehr gut absprechen.“ Drews war in die Nebenrolle eines Kieswerkbesitzers geschlüpft. Er habe sich über die „spitzenmäßig Rückmeldung gefreut“, sagte Drews.

Trotz großen Zulaufs: Reimann künftig nicht mehr dabei

Die gab es in der Tat: Etwa 200 Gäste kamen zum großen Finale an der Alten Brennerei in Resse. Online registrierten sich 275 Wedemärker, um im Mordfall mitzuraten. „Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen“, freute sich Autorin Bettina Reimann. Besonders überrascht sei sie von den Schauspielkünsten des Wedemärker Bürgermeisters Helge Zychlinski und der Mellendorfer Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas gewesen. „Die haben genial gespielt, bei einer Fortsetzung sollten die beiden größere Rollen bekommen“, lobte Reimann.

Falls es dazu kommt, ist Reimann allerdings aus Zeitgründen nicht mehr dabei: „Jetzt hat es Spaß gemacht, aber mit mir nie wieder“, sagte die Autorin – sie hatte zwei ähnliche Veranstaltungen bereits in Langenhagen organisiert. „Hinter einer solchen Aktion steht ein großer Aufwand. Es gibt ein starkes Team um mich, das sich nun vielleicht um eine Fortsetzung kümmert“, stellte die Autorin in Aussicht.

Von Konstantin Klenke

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