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Wedemark

Schulleiter in Elze wird verabschiedet

Schuldezernentin Anne Wolters entlässt den verdienten Pädagogen Walter Zychlinski nur ungern aus dem Schuldienst in den Ruhestand.

Schuldezernentin Anne Wolters entlässt den verdienten Pädagogen Walter Zychlinski nur ungern aus dem Schuldienst in den Ruhestand.

Elze.Mit Ablauf des Monats Juli ist er nicht mehr der Schulleiter der Grundschule Elze: Walter Zychlinski geht aus seiner letzten Station im Schuldienst, nach einem bewegten Pädagogenleben in vielen Schulformen, nun in den Ruhestand. Es passte gut am letzten Schultag vor den Ferien, dies gebührend zu feiern.

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Denn fast ohne Ausnahme waren zu der Verabschiedung die Schulleiter früherer Generationen in der Wedemark und die jetzigen Grund- und Förderschulkollegen zur Stelle, um ihre Anerkennung auszudrücken. Ein Familienfest war dies außerdem, denn alle drei Söhne – einschließlich Bürgermeister Helge Zychlinski – sind dort als Kinder zur Schule gegangen, und eine Enkeltochter turnte bei der Feier auf dem Schulhof am Klettergerüst.

Zur Verabschiedung von Walter Zychlinski sind Berufskollegen, Verwaltung und Familie in großer Zahl gekommen.

Zur Verabschiedung von Walter Zychlinski sind Berufskollegen, Verwaltung und Familie in großer Zahl gekommen.

Zur offiziellen Verabschiedung blätterte die Dezernentin aus der Landesschulbehörde, Anne Wolters, aus schulfachlicher Sicht die Vita von Walter Zychlinski auf. Sie dankte aber auch allen Schulleitern und Lehrkräften, die wegen der Erkrankung des Schulleiters noch kurz vor seinem Ruhestand der Schule mit Rat und Tat sowie Personal zu Hilfe gekommen waren.

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In der Wedemark hat Walter Zychlinski 1979 seine erste Stelle an der Realschule angetreten und gehörte dort nach kurzer Zeit auch der erweiterten Schulleitung an. Schule, Schüler und Eltern nicht nur in der Wedemark haben vor allem von seinem Einsatz im Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) über viele Jahre Honig saugen können. Mit dem Projekt „Lehrstellenmagazin“, das im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, warben Schüler Ausbildungsplätze direkt bei den Unternehmen an und veröffentlichten diese – damals noch in einer Zeit des Lehrstellenmangels – in einer Broschüre und im Internet. Zu Spitzenzeiten waren 20 Schulen aus der Region Hannover an dem Projekt beteiligt. In dieser Zeit war Zychlinski auch für mehrere Jahre Fachberater für Arbeit-Wirtschaft-Technik bei der Landesschulbehörde.

In der damaligen Orientierungsstufe Wedemark hat Zychlinski ebenso mitgearbeitet wie bei der Planung der IGS Wedemark. Er wechselte dann an die IGS als kommissarischer stellvertretender Schulleiter. Nach Entwicklung des didaktischen Konzeptes an der IGS Wedemark übernahm Zychlinski zum 1. Februar 2012 die Stelle als Schulleiter an der Grundschule Elze.

„Die Schule ist gut aufgestellt“

Und wie diese Grundschule die Gestaltung der Zukunft in Kooperation aller Aktiven in den Jahren seither hinbekommen hat, mochte Zychlinski gern selbst berichten. Sein Motto, das er dabei immer wieder anführte: „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es“. 2013 wurde aus einem „Sandloch“ eine Schulhoflandschaft in Zusammenarbeit mit der Gemeinde gestaltet, zwei Klassenräume kamen im Schulgebäude hinzu, weitere vier entstehen zurzeit. Der Förderverein, so Zychlinski, habe für eine neue Bücherei gesorgt, und die Küche werde neu hergerichtet; die Schuleltern hätten immer alles mit organisiert. Auch die Einrichtung des Ganztagsbetriebs und die Inklusion waren zu bewältigen, für den Hort wurde ausgebaut. Bilanz: „Die Schule ist gut aufgestellt“.

Mit der Gemeinde Wedemark als Schulträger habe Walter Zychlinski als engagierter Pädagoge „immer fachlich, sachlich und konstruktiv“ zusammengearbeitet, hob die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier in der Feierstunde hervor. Sie dankte ihm für kluge Ideen, Durchhaltevermögen und Weitsicht. Nicht zu kurz kommen lassen wollte sie aber, dass der Pädagoge in der Gemeinde Wedemark auch „ein reges politisches Leben geführt“ habe. Über lange Jahre sei er nun in den Gremien der Kommunalpolitik tätig. „Das ist nicht mehr selbstverständlich“, betonte Schönemeier. „Ich freue mich darauf, dass diese Zusammenarbeit mit der Gemeinde weitergeht.“

Von Ursula Kallenbach

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