Bissendorf

Scorpions-Vitrine lockt Besucher von fern an

Lory-Ann Naudin (von links), Christina Grehn und Anna Maria Bruzzese lassen sich von Museumsleiter Karl-Hans Konert die Exponate in der Scorpions-Vitrine erklären.

Lory-Ann Naudin (von links), Christina Grehn und Anna Maria Bruzzese lassen sich von Museumsleiter Karl-Hans Konert die Exponate in der Scorpions-Vitrine erklären.

Bissendorf. Heimatmuseen üben nur selten eine überregionale Anziehungskraft aus – aber das Richard-Brandt-Museum in Bissendorf schafft das immer wieder. Das ist allerdings nur begrenzt der Ausstellung über die Entwicklung der Wedemark von der Eiszeit bis in die Gegenwart zuzuschreiben. Vielmehr ist es nur eine sehr kleine Zahl ganz bestimmter Exponate, die sogar Besuch aus dem Ausland anlockt: die Scorpions-Vitrine.

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Vor ihr haben sich jetzt drei höchst unterschiedliche Frauen getroffen, um sich von Museumsleiter Karl-Hans Konert erläutern zu lassen, was es mit der Jacke von Klaus Meine, der Balalaika oder der Goldenen Schallplatte auf sich hat. Lory-Ann Naudin stammt aus Paris, lebt allerdings schon ein paar Jahre in der Wedemark. Über Facebook hat sie Christina Grehm aus Hamburg und Anna Maria Bruzzese aus dem italienischen Ferrara kennengelernt. Allen gemeinsam ist die Verehrung der Rockband, die im Ausland lange mehr Erfolg hatte als zu Hause.

Fotos als Andenken

Sie sei bisher auf vier Konzerten der Scorpions in verschiedenen Ländern gewesen, sagt Bruzzese. Gegenüber Naudin nimmt sich das bescheiden aus: Die Französin hat ihre Idole schon 56 Mal live erlebt. Selbst ihr Enkel, den sie zum ersten Mal im Alter von drei Jahren im Buggy mitgenommen hatte, bringt es inzwischen auf 15 Besuche. Die drei Frauen fotografierten eifrig die Ausstellungsstücke von der in Wacken getragenen Meine-Jacke bis zu der Goldenen Schallplatte der Band für 50.000 in Kanada verkaufte Exemplare des 1984 erschienenen Albums „Love at first Sting“, bevor es in den Rock’n’Roll-Keller von Kuhlmanns Restaurant weiterging.

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Neues Ausstellungsstück für Vitrine?

„Wir hatten auch schon zwei Russinnen hier und einen Polen, der hatte mehr als 100 Konzerte besucht“, sagt Konert. Ginge es nach ihm, könnte er seinen Besuchern demnächst noch mehr Scorpions-Devotionalien präsentieren: Er habe Meine noch um einen seiner Hüte gebeten, „aber bisher haben wir noch keinen bekommen“, sagt der Museumsleiter.

Von Thomas Böger

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