Resse

Vorschüler konzentrieren sich auf Kunst

Eine Stunde bei der Sache zu bleiben, ist für die Mädchen und Jungen nicht schwer.

Eine Stunde bei der Sache zu bleiben, ist für die Mädchen und Jungen nicht schwer.

Resse. Ein Projekt mit Hand und Fuß und vielen kreativen kleinen Köpfen spielt noch bis zum Ende des Jahres in der kirchlichen Kapernaum-Kindertagesstätte in Resse. In zwei Gruppen nehmen insgesamt 22 Vorschulkinder einmal in der Woche ganz andere Materialien in die Hände als im Familienalltag und gestalten ihre Kunstobjekte. Die Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark begleitet das Jahresprojekt, die Region Hannover gibt aus besonderen Gründen Geld dazu.

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Im Januar ging es los, ab August kamen auch die Kinder ins Projekt, die 2019 eingeschult werden. Einmal in der Woche verlassen die Mädchen und Jungen ihre Kita-Gruppen, um für eine Stunde in die kreative Welt von Formen und Farben einzutauchen. Die Kisten mit Materialien stehen bereit: Gardinenschnüre, Aluminiumband, Wellpappe, kleine Plastikzahnräder – damit arbeitet die Dozentin Kerstin Jacob. Auf jede Menge Holzstücke greift Andree Woosmann zurück – er ist in der Kinder- und Jugendkunstschule seit Jahren der Fachmann für die Bildhauerei mit Holz. Bei ihm lernen die Mädchen und Jungen, zu konstruieren und mit Nägeln, Schrauben und Leim zu arbeiten

Auch Barbara Wesskamp-Vogel aus dem Team Tagesbetreuung für Kinder in der Jugendarbeit der Region Hannover lässt sich kreativ inspirieren

Auch Barbara Wesskamp-Vogel aus dem Team Tagesbetreuung für Kinder in der Jugendarbeit der Region Hannover lässt sich kreativ inspirieren.

Eine Stunde durchhalten bei kreativer Arbeit, daran mochten manche Eltern für ihre Kinder zunächst kaum glauben. Aber es bewährt sich. „Eine Stunde ist nicht lang, auch nicht für die Kinder“, bestätigt Jacob, die im Wechsel mit Woosmann bei den kreativen Techniken anleitet. Die vertrauten Betreuer der Kinder in der Kita machen mit; sie können die kreativen Methoden im Kindergartenalltag weiter anwenden.

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„Es ist nicht nur ein Kunstprojekt. Die Kinder lernen dabei auch, Geschichten zu erzählen und sich auszutauschen“, betont die Kitaleiterin Bärbel Stöcker. Um die Übung in der Bildungssprache beim Tun gehe es, bestätigt Barbara Wesskamp-Vogel von der Region Hannover in dieser Projektstunde. Geschichten erzählen – das kann sie selbst schon, aber sie nutzt die Zeit auch, um ihr eigenes kleines Kunstwerk herzustellen.

Region gibt das Geld für das Projekt

Ästhetische und künstlerische Bildung, aber gleichzeitig vor allem die Sprachbildung dabei fördert die Region Hannover in Kindertageseinrichtungen in jedem Jahr mit 20.000 Euro. Jährlich nehmen etwa sieben Kitas in der Region an diesem Förderprogramm teil, so auch die Kapernaum-Kindertagesstätte in Resse. Die Kindertagesstätten suchen sich jeweils Kooperationspartner und entwickeln gemeinsam ein Konzept. Mit 3000 Euro hat der Fachbereich Jugend der Region das 60-stündige Jahresprojekt „Kita-Kunst – sie dreht sich und bewegt sich“ für die Vorschulkinder in Resse unterstützt. uc

Von Ursula Kallenbach

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