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Wedemark

Wedemark steuert Flächen für Moorgeest bei

Im Schwarzen Moor bei Resse sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Renaturierungsarbeiten am weitesten fortgeschritten.

Im Schwarzen Moor bei Resse sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Renaturierungsarbeiten am weitesten fortgeschritten.

Wedemark. Die Gemeinde Wedemark hat zahlreiche Waldflächen in den Flächenpool gegeben, aus dem beim Projekt Hannoversche Moorgeest Flächen getauscht oder für Maßnahmen zur Wiedervernässung freigegeben werden können. Insgesamt könne die Kommune 20 000 Quadratmeter in fünf örtlichen Bereichen einbringen, berichtete Bürgermeister Helge Zychlinski jetzt im Gemeinderat. Dies habe der Projektträger NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) bisher nur teilweise in Anspruch genommen.

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Die Kommune habe außerdem wenige Ackerflächen in ihrem Besitz, berichtete Zychlinski weiter. Diese seien aber in der Gemeinde selbst noch als Ausgleichsflächen erforderlich, da ein weiterer Ankauf solcher Flächen kaum möglich sei. „Unser Angebot an den Projektträger besteht seit zwei Jahren und wurde noch nicht in Anspruch genommen“, erläuterte der Verwaltungschef. Die Gemeinde stehe in engem Austausch mit dem Projektträger. Das Flächenangebot habe man dort im April 2017 unterbreitet.

Die Gemeinde Wedemark fördere das EU-Projekt Hannoversche Moorgeest aktiv. „Wir sind im Projektbeirat vertreten“, führte Zychlinski an. Nach der kürzlich in den Ruhestand gegangenen Umweltbeauftragten Ursula Schwertmann werde die Gemeinde auch den Nachfolger in den Beirat entsenden.

Der Bürgermeister nahm zu einer Ratsanfrage der Grünen-Fraktion Stellung. Darin hatte der Fraktionsvorsitzende Wilhelm Lucka den Beitrag der Gemeinde zu dem von der EU geförderten Life+-Projekt Hannoversche Moorgeest erfragt und darauf hingewiesen, dass bisher erst 61 Prozent der für die Wiedervernässung vorgesehenen Moorflächen für diese Maßnahmen erworben werden konnten. Insgesamt sei der von vielen Eigentümern gewünschte Tausch ihrer Flächen im Moor gegen gleichwertige Flächen außerhalb schwer zu realisieren, was zu einer Verzögerung im Verfahren führe.

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Der Projektträger des EU-Life+-Projektes Hannoversche Moorgeest, der NLWKN, ist ein niedersächsischer Landesbetrieb mit Sitz in Norden, der zum Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz gehört. Dieser Landesbetrieb hat auch die Funktion einer Behörde.

Zurzeit läuft das Flurbereinigungsverfahren, damit das Land von etwa 800 Eigentümern Moorflächen auf dem Wege des Verkaufs, des Flächentausches oder der Gestattung der geplanten Renaturierungsarbeiten zur Verfügung gestellt bekommt. Einbezogen sind das Bissendorfer Moor, das Otternhagener und Helstorfer Moor sowie das Schwarze Moor bei Resse. Das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren wurde im Dezember 2012 angeordnet; die Größe des Flurbereinigungsgebietes beträgt rund 2.273 Hektar.

Von Ursula Kallenbach

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