Holtensen

Busproblem in Holtensen: „Es gibt nur eine sinnvolle Lösung“

Seit 23 Jahren befindet sich direkt vor dem Feuerwehrgerätehaus in Holtensen eine Bushaltestelle.

Seit 23 Jahren befindet sich direkt vor dem Feuerwehrgerätehaus in Holtensen eine Bushaltestelle.

Holtensen. Wie geht es weiter mit der Bushaltestellen-Situation in Holtensen? Bislang hält der Bus direkt vor dem Tor des Feuerwehrgerätehauses – doch eine Lösung für dieses Problem gibt es noch immer nicht. Nun haben sich Verwaltung, Politik, Regiobus und Feuerwehr vor Ort die Situation nochmals angeschaut.

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Bisher waren  vier Alternativen für die bisherige Haltestelle im Gespräche, doch nach dem Ortstermin sind sich zumindest Politik, Feuerwehr und Verwaltung einig, dass eigentlich nur eine in Frage kommt –nämlich die, dass der Bus, der in Linderte endet, über Holtensen nach Bredenbeck und zurück fahren soll, berichtete Angelika Schwarzer-Riemer, Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz. Die anderen Varianten scheiden aus ihrer und aus Sicht der Feuerwehr aus verschiedenen Gründen aus.

Darum sind drei Varianten problematisch: 

Die Idee, die Haltestelle auf die gegenüberliegende Seite der Linderter Straße zu verlegen, sei problematisch, da dafür der Seitenstreifen verbreitert und auch die Verkehrsinsel angefasst werden müsse, sagt Schwarzer-Riemer. Das sei deutlich geworden, als die verschiedenen Strecken mit einem von der Regiobus zur Verfügung gestellten Gelenkbus abgefahren wurden. „Als wir auf der Linderter Straße rund eine Minute gehalten haben, hat sich der Verkehr hinter uns bereits bis auf die Bundesstraße gestaut“, sagt Ortsbrandmeister André Grüger. Auch die Idee, den Bus über die Osterfeldstraße und den Vörier Berg und die Bergstraße zu führen, habe sich bei der Probefahrt als schwierig erwiesen. „Der Bus konnte dort kaum abbiegen, musste mit den Hinterreifen über den Gehweg fahren“, sagt Michael Wittich von der Gemeindeverwaltung. Die Variante, nach der am Bahnhof Holtensen/Linderte eine Wendeschleife gebaut werden soll, bezeichnet Wittich als „utopisch“. „Der Bahnhof liegt nicht auf Gemeindegebiet sondern gehört zu Ronnenberg – über diese Variante müssen wir also nicht mal diskutieren.

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Für ihn und Grüger sei daher die einzige sinnvolle Lösung, dass der Bus, der in Linderte endet, über Holtensen nach Bredenbeck und zurück fahren soll. Hierfür müssen je zwei Haltestellen in Holtensen und Linderte eingerichtet werden. Diese Variante würde zudem das Neubaugebiet besser an den Busverkehr anbinden, sagt Grüger. Der Ortsbrandmeister hofft nun, dass den zahlreichen Gespräche bald auch Taten folgen –mit denen ist aber frühestens im kommenden Jahr zu rechnen, da die Vorschläge die Regionsausschüsse durchlaufen müssen.

Ortsbrandmeister: „Wir sind nicht die Bösen.“

Der Ortsbrandmeister hat aber auch noch einen weiteren Kritikpunkt: „Wir werden in der Diskussion als die Bösen dargestellt, die die Kinder vertreiben wollen, dabei geht es uns nur um deren und auch um unsere Sicherheit“, betont er und ergänzt, dass zahlreiche Fahrgäste ihre Räder direkt am Gerätehaus anschließen, was die Arbeit der Feuerwehr ebenfalls behindert. „Zudem müssen die Fahrradständer bald ohnehin weichen, weil wir dort die vorgeschriebenen Duschen bauen müssen“, sagt er. Grüger betonte zudem nicht die Feuerwehr selbst sondern die Feuerwehr-Unfallkasse die aktuelle Situation als nicht hinnehmbar eingestuft hat. Diesem Urteil schließt sich der Ortsbrandmeister allerdings an: „Wir hatten im vergangenen Jahr einen extremen Fall, wo wir ausrücken wollten und der Bus stand über eine Minute vor unserem Tor“, sagt er. „Wir waren abfahrbereit, hatten Blaulicht und Martinshorn an – aber so schnell kann der Bus nicht ausweichen, wenn er erstmal an der Haltestelle steht.“ Diese Minuten seien im Zweifel das Todesurteil für einen Menschen, der beispielsweise in einem brennenden Auto eingeklemmt ist, sagt der Ortsbrandmeister. „Natürlich kommt so etwas nicht ständig vor – aber ich glaube nicht, das irgendjemand genau dieser Einzelfall sein will, dem wir nicht rechtzeitig helfen können.“

Von Lisa Malecha

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