Wennigsen

Falschparker und Kothaufen: Feuerwehr Holtensen will nun einen Zaun

Auf dem Gelände der Feuerwehr Holtensen parken immer wieder unerlaubt Autos.

Auf dem Gelände der Feuerwehr Holtensen parken immer wieder unerlaubt Autos.

Holtensen. Falschparker, Vandalismus und Müll – mit solchen Problemen hat die Feuerwehr Holtensen zu kämpfen. Deshalb wünscht sie sich einen Zaun mit zwei Toren um das Gelände, den sie bei der Gemeinde Wennigsen bereits beantragt hat.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Lage direkt an der Bundesstraße 217, Ecke Linderter Straße, ist für Ortsbrandmeister André Grüger „Fluch und Segen zugleich“. Ein Segen, da die Feuerwehrleute dadurch schnell auf dem Weg zum Einsatz sind. Doch die Kehrseite sind zahlreiche Autofahrer, die das Gelände als Parkplatz nutzen.

Die Falschparker würden zum Bäcker gehen, ihre Kinder von der nahe gelegenen Bushaltestelle abholen oder auch einfach nur Pause machen, sagt Grüger. „Auch liegen gebliebene Autos von einem Unfall wurden schon direkt vor den Hallentoren abgestellt.“ Im Falle eines Feuerwehreinsatzes wäre dies fatal gewesen.

Schilder weisen auf das Parkverbot hin

Schilder weisen auf das Parkverbot hin.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Feuerwehr hat Hinweisschilder aufgestellt, auf dem Gelände herrscht absolutes Halteverbot. „Die Schilder interessieren keinen“, sagt der Ortsbrandmeister resignierend. Mittlerweile machen die Feuerwehrleute Fotos von den Falschparkern und senden sie an die Gemeinde, sodass den Fahrern ein Verwarngeld droht.

Viele Falschparker zeigten sich uneinsichtig: Feuerwehrleute seien schon mehrmals beleidigt worden, als sie Falschparker auf deren Fehler hinwiesen. Viele der Autofahrer würden allerdings gar nicht erst erwischt werden. „Die Dunkelziffer ist hoch“, sagt Grüger. Die vielen Fahrzeuge, die immer wieder auf dem Gelände stehen, sorgen dafür, dass die Sicherheit im Arbeitsalltag der Feuerwehr nicht gewährleistet ist, sagt er.

Auch Müll und Vandalismus beschäftigt die Feuerwehr. Eine Dachrinne sei schon abgetreten worden, es gibt Graffiti und Silvester hat jemand ein Feuerwerk auf dem Hof abgebrannt – ohne danach den Müll wegzuräumen.

Trauriger Höhepunkt: Kothaufen, 43 Mal

Auf die Spitze trieb dies über zwei Jahre eine Person, die regelmäßig einen Kothaufen und dem Feuerwehrgelände, aber auch an anderen Orten in Holtensen hinterließ. „43 Mal fanden wir einen Haufen bei uns“, sagte Grüger. Im November legten sich schließlich Feuerwehrleute gemeinsam mit dem Ordnungsamt auf die Lauer und ertappten den Übeltäter schließlich auf frischer Tat. Seitdem ist immerhin dieses Problem nicht mehr aufgetreten.

Auf dem Hof herrscht absolutes Halteverbot

Auf dem Hof herrscht absolutes Halteverbot.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Feuerwehr wünscht sich eine rasche Genehmigung der Gemeinde für den Zaun. Über das Thema wird demnächst im Rat und in den Gremien beraten. Der Ortsbrandmeister betont, dass weniger als die Hälfte des Geländes umzäunt werden müsste und die Kosten übersichtlich blieben. „Die Feuerwehr Wennigsen hat bereits einen Zaun, und die hat unsere Probleme nicht“, sagt er.

Von Elena Everding

Mehr aus Wennigsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen