Wennigsen

Gegenwind gründet sich auch in Wennigsen

Die Bürgerinitiative Gegenwind setzt sich gegen den Bau des Windparks ein. 

Die Bürgerinitiative Gegenwind setzt sich gegen den Bau des Windparks ein.

Wennigsen. In Wennigsen hat sich ein Arbeitskreis der Bürgerinitiative Gegenwind gegründet. Die Mitglieder wollen  gemeinsam mit anderen Protestlern den geplanten Windpark im Deistervorland verhindern. „Wenn wir wollen, dass sich die Gemeinde bewegt, dann müssen wir Wennigser auf sie zugehen“, sagt Ingeborg Körbis von der BI, die selber in Degersen wohnt. Daher haben sie und weitere Bürger die Idee gehabt, sich der Levester Bürgerinitiative anzuschließen und somit Bürgern vor Ort einen Ansprechpartner zu bieten.

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„Das wird ein einschneidender Eingriff für Wennigsen, Wennigser Mark und Degersen sein und unser Umfeld für Jahrzehnte verändern“, schreibt die BI in einem ersten Statement. Der Wenngiser Arbeitskreis will die betroffenen Anwohner aufrufen, sich mit den geplanten Riesen-Windkraftanlagen in direkter Nachbarschaft mit einer Höhe von über 240 Meter auseinanderzusetzen und die Politik in Wennigsen zum Widerstand gegen die geplanten Riesen-Windkraftanlagen zwischen Egestorf, Degersen und Redderse aufzufordern. „Ortsübergreifend soll gegen die Höhe der gigantischen Anlagen vorgegangen werden“, heißt es in dem Statement weiter. Denn es bringe nichts, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, sagt auch Körbis und hofft auf gute Zusammenarbeit der Bürger aller drei betroffenen Kommunen. „Diese bisher höchsten Windräder Deutschlands wären an einigen Stellen höher als der Deister und überragen den Gehrdener Berg um mehr als 160 Meter.“ Zudem befürchten die Bürger neben den „offensichtlichen Störfaktoren wie Schlagschatten, Geräuschbelästigung und Vogelschlag“ auch gesundheitliche Schäden durch Infraschall und eine Gefährdung des Grundwassers in dem Wasserschutzgebiet durch die Fundamente der Anlage.

In einem Schreiben betonen die BI-Mitglieder, dass sie keinesfalls generell gegen die Nutzung der Windenergie kämpfe, sich allerdings für ihren Einsatz mit Augenmaß und unter Akzeptanz bei der Bevölkerung einsetze. „Tatsächlich mutet der geplante Standort auf der Windschattenseite des Deisters eher wie ein Schildbürgerstreich an, zumal auch der Betreiber wpd angibt, dass der Betrieb der Anlagen in geringerer Höhe nicht mehr wirtschaftlich sei.“ Mensch und Natur sollen durch die Auswahl geeigneter Standorte und durch eine angemessene Höhe geschützt werden. „Uns schließen sich viele Bürger an und sie alle plädieren für Augenmaß und sind nicht an sich gegen die Windenergie“, sagt Körbis.

"Nachdem Barsinghausen bereits reagiert hat, muss auch Wennigsen als mindestens genauso hart betroffene Gemeinde Maßnahmen ergreifen", heißt es in dem Statement weiter. Das Ziel von Gegenwind sei die klare Positionierung der Gemeinde Wennigsen gegen die Windräder und eine Klage der Gemeinde gegen das RROP (Regionales Raumordnungsprogramm). Weiterhin solle das Land Niedersachsen aufgefordert werden, die Abstände von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung besser zu regeln. Mittelfristig hält die Bürgerinitiative den Entwurf einer den Menschen und die Natur schützenden Flurplanung für erforderlich. Aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage von Gegenwind.

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Von Lisa Malecha

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