Wunstorf

Das Meervocal-Feeling ist wieder da

Das Ensemble Cluster aus Italien setzt den glänzenden Schlusspunkt beim Auftaktkonzert.

Das Ensemble Cluster aus Italien setzt den glänzenden Schlusspunkt beim Auftaktkonzert.

Wunstorf. „Es ist wieder Meervocal-Feeling“, so begrüßte der Cheforganisator des Jazz-Chorfestival, Friedrich Kampe, die Besucher des Eröffnungskonzertes im Stadttheater. Und obwohl das Theater nicht ausverkauft war, stellte sich das Feeling bei den Zuschauern sofort ein. Etliche der Beteiligten hatten zu der Zeit bereits ordentlich gearbeitet in den Workshops mit Chorleitern.

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Das ist schließlich einer der Grundpfeiler des Meervocal-Konzeptes: Workshops und Konzerte sollen an den zwei Tagen in Wunstorf Perspektiven der Vokalmusik aufzeigen und den Austausch fördern. „Es quillt aus allen Fugen des ehrwürdigen Hölty-Gymnasiums“, beschrieb es Kampe – in dem Gymnasium treffen sich die Musiker zu den Workshops.

Musikschule zeigt hohen Standard

Den Auftakt zum Konzert am Freitagabend machten Ensembles der Wunstorfer Musikschule. Gesangslehrerin Christiane Kampe leitet die Chöre, am Klavier musste Friedrich Kampe einspringen, weil der Pianist erkrankt war. Ohne vorherige gemeinsame Probe zeigten Kampes und die Sänger aber, wie hoch das Qualitätsniveau der Musikschule ist. Der Jugendchor mit Mädchen im Alter von zehn bis 16 Jahren, das Männerensemble „Eight to five“, das Musicalteam und die Elikuren – sie alle überzeugten.

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Als dann die hannoversche Gruppe After Six auf die Bühne kam, hatte Chorleiterin Anja Ritterbusch einen langen Tag hinter sich. Der hatte um 8.30 Uhr in der KGS Neustadt begonnen in einem Workshop für drei Schulchöre. Dennoch lieferte ihr Chor wunderbar ab, am Ende eines der teils zum ersten Mal aufgeführten Stücke entfuhr einem Zuhörer ein lautes „Wow“, bevor dann mächtiger Beifall einsetzte. Eines der Lieder ist von einem Wunstorfer arrangiert: Jan Weigang arbeitet als Komponist und Arrangeur in Hannover und singt bei After Six mit.

Besucher sind begeistert

Nach neun Jahren war Matthias Becker mit seinem Ensemble Soundsation aus Neu-Isenburg wieder in Wunstorf zu Gast. Stimmlich überzeugend vor allem auch in ruhigen Passagen sangen die Hessen auch Lieder der italienischen Gruppe Cluster, die am Ende des Jazz-Chor-Abends auftrat. Becker hatte den Meervocal-Machern die Idee gegeben, die Italiener einzuladen. Bevor die fünf von Cluster auf die Bühne kamen, ließ der Jazz Chor Freiburg – schon 1996 bei Meervocal dabei – aufhorchen mit professioneller Qualität. Der mehrfach prämierte Chor bot Auszüge aus seinem neuen Programm Infusion und löste damit Beifallsstürme aus. Die gab es am Ende auch für Cluster aus Genua. Die fünf Sänger sind eine Multikultigruppe mit Wurzeln in Griechenland, Schweden, Finnland, China und Spanien. Mit bekannten Songs wie Volare und Time after Time setzten sie den glamourösen Schlusspunkt.

„Ich bin begeistert“, sagte Besucher Johann Meyer und lobte, dass Meervocal solche Konzert in Wunstorf möglich macht. Auch Herbert Lahmsen sah das so: „Ist immer eine tolle Sache.“ Recht haben sie.

Von Albert Tugendheim

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