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Wunstorf

Demonstranten protestieren vor Versammlung der Volksbank

Demo für den Erhalt der Bankautomaten: Hermann Schulz (links) demonstriert gemeinsam mit Hans-Jürgen Abraham.

Demo für den Erhalt der Bankautomaten: Hermann Schulz (links) demonstriert gemeinsam mit Hans-Jürgen Abraham.

Wunstorf.Rund 40 Demonstranten forderten am Donnerstagabend vor der Remise am Düendorfer Weg mit Plakaten und Bannern den Erhalt der Automaten der Volksbank Nienburg.Die Geschäftsstellen in Bokeloh und Kolenfeld schließen zum Ende des Monats. Das SB-Terminal in Großenheidorn wird abgebaut. Die überwiegend älteren Protestler, viele vom Sozialverband Deutschlands, bildeten für die Besucher der Vertreterversammlung ein Spalier. Vorbeifahrende Autofahrer verlangsamten das Tempo, um die Botschaften lesen zu können. Auch Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt radelte vorbei, grüßte und rief: "Dann gehen Sie doch zur Sparkasse." Unter Buhrufen und Pfiffen setzte er seine Fahrt fort.

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80-Jähriger demonstriert zum ersten Mal

„Das kann doch wohl nicht wahr sein“, empörte sich Ursula Gerland darüber, dass der Bürgermeister nicht einmal angehalten hat. Die Bokeloherin wechselte erst vor wenigen Jahren von der Sparkasse zur Volksbank. Monika Pickert ärgert sich, dass die Bank nicht an die älteren Leute denke. Die Filiale in Steinhude verfüge zwar über eine Rampe, aber es müssten dennoch drei Stufen genommen werden, sagt Petra Alms. Die Serviceverschlechterung der Volksbank will auch Hermann Schulz nicht klaglos hinnehmen. „Ich bin 80 Jahre alt. Es ist das erste Mal, dass ich demonstriere“, erzählte der Bokeloher. Der Protest werde wahrscheinlich nichts ändern, aber er wolle Druck machen.

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Minimalwunsch ist Erhalt der Automaten

Zumindest waren die Forderungen der Demonstranten Gesprächsthema auf der Vertreterversammlung. „Die Protestaktion hat richtig viel bewegt“, freute sich Mitgliedervertreterin Helga Ebel. „Die Herren waren sehr überrascht, dass es Senioren waren, die da standen und sich gewehrt haben.“ Die Verantwortlichen hätten nicht einmal gewusst, dass sich der Protest nicht gegen die Filialschließungen richtet. „Es geht um den Minimalwunsch, die Automaten zu erhalten“, sagte Ebel.

Von Rita Nandy

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