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Wunstorf

Geplante Neubauten an Sudermannstraße werden kleiner

Michael Nahrstedt vom Vorstand des Wunstorfer Bauvereins gibt den Startschuss für den Abriss der Gebäude Sudermannstraße 2-8 /Neustädter Straße 30.

Michael Nahrstedt vom Vorstand des Wunstorfer Bauvereins gibt den Startschuss für den Abriss der Gebäude Sudermannstraße 2-8 /Neustädter Straße 30.

Wunstorf. Nach zahlreichen Einwendungen aus der nahen und weiteren Nachbarschaft haben die Planer das Neubauprojekt des Bauvereins in der Nordstadt nachgearbeitet. Auf dem Areal an Neustädter Straße und Sudermannstraße waren im Dezember Wohnbauten aus den Fünfzigerjahren mit insgesamt 17 Wohnungen abgerissen worden.

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Die Stadt brachte daraufhin ein Bebauungsplanverfahren auf den Weg. Nach dem ersten Entwurf sollten zwei Mehrfamilienhäuser an der Sudermannstraße und dahinter vier eingeschossige Doppelhäuser entstehen, insgesamt 30 Wohnungen. In ein weiteres Gebäude an der Neustädter Straße wollte der Bauverein mit seiner Verwaltung einziehen, die sich dort früher schon einmal befunden hatte.

Schon im Januar meldeten sich aber auch Kritiker des Projekts zu Wort. Im Verfahren gingen unter anderem Unterschriftenlisten mit mehr als 80 Unterzeichnern und weitere einzelne Stellungnahmen von Privatleuten ein. Sie störten sich daran, dass im Vergleich zur bisherigen Bebauung die Baugrenzen im Süden und im Norden an die Nachbarschaft heranrücken. Auch wenn die Gebäude höchstens zwei Etagen hoch sein sollen, befürchten sie optisch eine Wirkung wie bei einem dreigeschossigen Bau.

Kritiker fanden Entwurf zu verdichtet

Die Kritiker empfinden die Bauweise für den Bereich der Stadt insgesamt als zu verdichtet, wünschen sich mehr Grün und befürchten, dass die Häuser auf der anderen Seite der Sudermannstraße verschattet werden. Und die schmale Straße selbst werde optisch von den Neubauten erdrückt.

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So soll das Areal an der Sudermannstraße bebaut werden.

So soll das Areal an der Sudermannstraße bebaut werden.

Insgesamt bleiben die Planer bei ihrer Auffassung, dass das 5000 Quadratmeter große Areal nahe der Innenstadt sich gut dafür eignet, neu bebaut zu werden, und zwar durchaus auch verdichtet. Die Verwaltung hat sich mit den Kritikpunkten auseinandergesetzte und hat darauf einige Punkte nachgebessert. So hat sie nicht nur die zulässige Höhe entlang der Sudermannstraße reduziert, sondern die Gebäude auch insgesamt verkleinert. Damit wird sich auch die Zahl der möglichen Wohnungen verringern.

Im Süden wurde die Baugrenze auf einen Abstand von vier Metern zurückgenommen. Die vorhandenen Hecken sollen festgeschrieben werden, ebenso wie die weitere Bepflanzung nach dem bisherigen Bebauungsplan.

Historische Rolle der alten Gebäude wird betont

Eine Verkehrsgutachten hat belegt, dass die Sudermannstraße und ihre Einmündung in die Neustädter Straße den künftigen Verkehr tragen können. Bestimmt wurde jetzt noch, wo Müll gesammelt werden soll und wie die Gebäude technisch gegen Lärm geschützt sein müssen. Der Entsorger Aha hatte einen entsprechenden Hinweis gegeben.

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Kritiker hatten auch darauf hingewiesen, dass die bisherige Bebauung ein besondere Rolle in der Stadtgeschichte gespielt hat, weil dort seinerzeit Flüchtlinge aus den früheren deutschen Ostgebieten ein Heim bekommen hatten. „Das hat nicht dazu geführt, dass die ehemaligen Wohngebäude in die Denkmalliste aufgenommen wurde“, erinnert die Stadt und sieht deshalb darin keinen Grund, von den Plänen abzulassen.

Als nächstes Gremium wird sich der Ortsrat Wunstorf mit den veränderten Planungen in seiner Sitzung am Mittwoch, 5. Juni, beschäftigen. Sie beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

Von Sven Sokoll

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