Wunstorf

Graf-Wilhelm-Schule verabschiedet vorletzten Jahrgang

Die Zehntklässler der Graf-Wilhelm-Schule Steinhude verabschieden sich mit dem Lied „Was für eine geile Zeit“.

Die Zehntklässler der Graf-Wilhelm-Schule Steinhude verabschieden sich mit dem Lied „Was für eine geile Zeit“.

Steinhude. Zum vorletzten Mal hat die Graf-Wilhelm-Schule in Steinhude Absolventen verabschiedet. Die kommissarische Schulleiterin Ines Sonnenschein-Steinlüke sagte: „Wieder verlässt ein sehr erfolgreicher Jahrgang unsere Schule.“ Er bestand allerdings zuletzt nur noch aus einer Klasse mit 21 Schülern. Alle haben darin den Realschulabschluss erreicht, die Hälfte sogar mit der Berechtigung, in einer gymnasialen Oberstufe weiterzumachen. Diese Möglichkeit wollen acht Schüler auch nutzen, während sechs sich für Ausbildungen entschieden haben. Vier wollen an Berufsschulen weiterlernen, drei streben das Fachabitur an.

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Mit schwierigen Bedingungen zurechtgekommen

„Ihr steht am Anfang eurer eigenen Lebensgestaltung“, rief Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer den Schülern zu. Die nächste Generation, der sie angehören, habe viele Fragen zu lösen. „Zum Beispiel: Muss alles in Plastik verpackt sein? Muss man zwei Tonnen Auto in Bewegung setzten, um sechs Brötchen zu holen?“ Deshalb rief er die Schüler dazu auf, sich die schwedische Schülerin Greta Thunberg zum Vorbild zu nehmen und ihren eigenen Gefühlen zu folgen.

Sonnenschein-Steinlüke hat auch die Klasse geleitet und dankte den Schülern, dass sie ihre doppelte Belastung gut aufgefangen habe. „Ich danke auch den Eltern, dass sie Ihre Kinder hier ihren Abschluss haben machen lassen, obwohl die Situation nicht die einfachste ist.“ Das merken auch die Lehrer, die mittlerweile alle auch zu anderen Schulen pendeln müssen, weil der Unterricht in der Graf-Wilhelm-Schule keine ganzen Stellen in den jeweiligen Fächern mehr erfordert. „Wir haben das Jahr aber ganz gut geschafft“, sagte die Schulleiterin. Die Schüler der Klasse 10a verabschiedeten sich dann auch mit einem Lied mit dem Titel „Was für eine geile Zeit.“

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Nur zwei Klassen bleiben zurück

Im nächsten Schuljahr werden nur noch die beiden jetzigen neunten Realschulklassen im Schulzentrum unterrichtet. "Wir haben viel Platz", sagte Sonnenstein-Steinlüke über die Situation. Der Hauptschulzweig war an der Schule schon im Sommer 2015 ausgelaufen. Zwei Jahre später gab es Überlegungen, den Betrieb der Realschule schon vorzeitig zu beenden. Doch die Eltern waren mehrheitlich dafür, trotz drohender organisatorischer Probleme bis 2020 durchzuhalten. Unerwartet kam nun auch noch die Entscheidung, dass das Hölty-Gymnasium seine Außenstelle in wenigen Tagen aufgibt und nicht noch für drei weitere Jahre bleibt.

Der Ortsbürgermeister sagte dazu: „Ich persönlich bedauere die getroffenen Entscheidungen.“ Bredthauer hätte sich gewünscht, dass das „architektonisch bemerkenswerte Schulzentrum“ noch länger von Schülern genutzt würde. Auch die Schulelternrats-Vorsitzende Stefanie Desch nannte den Kampf um das Schulzentrum neben dem Weltethos-Projekt mit dem Besuch des Dalai Lama als die aufregendsten Erlebnisse der vergangenen Jahre.

Von Sven Sokoll

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