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Wunstorf

Musikschulorchester zeigen ihr Können

Rund 120 Musiker finden beim Orchesterkonzert ein Plätzchen auf der Bühne im Stadttheater.

Rund 120 Musiker finden beim Orchesterkonzert ein Plätzchen auf der Bühne im Stadttheater.

Wunstorf.Das harte Üben der vergangenen Monate hat sich ausgezahlt. Am Sonntagabend konnten sich das Wunstorfer Musikschulorchester (WMO) und das Junge Wunstorfer Streichorchester ihren wohlverdienten Applaus im vollbesetzten Stadttheater abholen. Bei täglich 38 Grad hatten die Musiker insgesamt 1036 Liter Mineralwasser bei der Probenwoche getrunken, berichtet WMO-Leiterin Elisabet Heineken. „Es ist nicht eine Probe ausgefallen.“ Und was bei der Generalprobe geklappt hatte, funktionierte auch einen Tag später mit reichlich Stühlerücken: Zum Schluss standen beide Orchester mit insgesamt knapp 120 Musiker gemeinsam auf der Bühne und spielten den Dornröschen-Walzer von Peter Tschaikowski.

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Zuvor erlebte das Publikum in dem mehr als zweistündigen Programm einen Konzertreigen mit Stücken von Händel, Mozart und Gluck. Den Auftakt machte das Junge Wunstorfer Streichorchester unter der Leitung von Christine Rimkus. Für Lacher sorgten die Ninja-Ausrufe beim Stück von Richard Meyer.

Der 17-jährige Jan-Aurel Dawidiuk dirigiert das Wunstorfer Musikschulorchester.

Der 17-jährige Jan-Aurel Dawidiuk dirigiert das Wunstorfer Musikschulorchester.

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Nach der Pause folgten gleich mehrere Höhepunkte. Erstmals stand das WMO-Brass Ensemble unter der Leitung von Matthias Wolf allein auf der Bühne. Für diese Premiere verwandelten sich die Musiker mit schwarzen Sonnenbrillen in Agenten und spielten ein James Bond-Arrangement. Langanhaltenden Applaus gab es für den erst 17-jährigen Jan-Aurel Dawidius, der nicht nur Geige spielt, sondern für Werke von Bizet als Dirigent zum Taktstock griff. „Ein lebendiges Orchester vor sich zu haben ist schon eine besondere Herausforderung“, sagte Orchesterleiterin Elisabet Heineken. Die Aufgabe meisterte er mit Bravour.

Als mehrfach ausgezeichneter Tastenvirtuose an Piano und Orgel stellte er sein Können auch an der Schreibmaschinentastatur und Glocke unter Beweis. Amüsant zuvor die Einführung von Heineken in Leroy Andersons „The Typewriter“. So berichtete sie von dem Fund der alten Torpedo-Schreibmaschine, die selbstverständlich erst gereinigt werden musste, was durch die Meister-Proper-Melodie musikalisch untermalt wurde. Nach einem Spritzer Öl, klanglicher Abstimmung zwischen Glocke und Orchester konnte schließlich in die Tasten gehauen werden.

Von Rita Nandy

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