Wunstorf

Schulen und Chöre erinnern an Pogromnacht

Mit einem Konzert erinnern die Luther Chöre an die jüdische Kultur.

Mit einem Konzert erinnern die Luther Chöre an die jüdische Kultur.

Wunstorf. Die Reichspogromnacht, die am 9. November vor 80 Jahren der Auftakt zur systematischen Verfolgung und Tötung der Juden im nationalsozialistischen Deutschen Reich war, beschäftigt auch in Wunstorf Schulen und den Chorgesang Luthe. Zunächst hält der Heimatchronist Heiner Wittrock am Donnerstag, 8. November, schulinterne Vorträge vor den Jahrgängen 10 und 11 des Hölty-Gymnasiums. Dabei stellt er das Schicksal von acht jüdischen Bürgern aus Wunstorf vor, die voll integriert waren, schließlich aber im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Vor zwei Jahren hatte die Schule bereits ein Denkmal für die ehemaligen jüdischen Schüler Ernst und Ludwig Lazarus eröffnet.

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In Zusammenarbeit mit den Schulkinowochen Niedersachsen zeigt die Evangelische IGS dann am Freitag, 9. November, ab 11.15 Uhr im Stadttheater den Film „Der letzte Jolly Boy“, in dem der 1921 geborene Holocaust-Überlebende Leon Schwarzbaum zu Wort kommt. Anschließend wird der Regisseur des Films, Hans-Ulrich Viet, zu einem Gespräch zur Verfügung stehen. Die IGS nimmt mit mehr als 150 Schülern daran teil, auch das Hölty-Gymnasium und die Otto-Hahn-Schule nutzen das Angebot für ihre Schüler. Weiter Interessierte sind willkommen, der Eintritt kostet 3,50 Euro.

Der Pop- und Gospelchor sowie der Folklorechor des MGV Luthe geben dann ein Konzert am Freitag ab 18 Uhr, in der Kapelle des Klinikums. Dabei stehen Lieder und Texte im Mittelpunkt, die einen Bezug zur jüdischen Kultur haben und zeigen, wie verschränkt sie vor dem Holocaust mit der deutschen Kultur war. So werden unter der Leitung von Snorre Björkson Kompositionen von Sholom Secunda und Leonard Cohen sowie Texte von Franz Werfel, Rose Ausländer und Paul Celan erklingen. Der Eintritt ist frei.

Von Sven Sokoll

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