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Wunstorf

Syrische Flüchtlinge starten Studium

Maysa Shora (von links), Birgit Mares und Sami Aiyoubi (rechts) sind stolz auf die Studenten Moumen Mohammad (von links), Ahmad Ansabsabi und Awad Soleman. Sehr engagiert in der Flüchtlingsarbeit sind auch Petra Schönwitz (Mitte sitzend, links) und Gerlinde Freyberg.

Maysa Shora (von links), Birgit Mares und Sami Aiyoubi (rechts) sind stolz auf die Studenten Moumen Mohammad (von links), Ahmad Ansabsabi und Awad Soleman. Sehr engagiert in der Flüchtlingsarbeit sind auch Petra Schönwitz (Mitte sitzend, links) und Gerlinde Freyberg.

Wunstorf.Die Freude ist groß. Drei syrische Flüchtlinge starten zum Wintersemester ihr Studium der Elektro- und Informationstechnik sowie Informatik. Am Freitag wurden Moumen Mohammad, Ahmad Ansabsabi und Awad Soleman von Helfern und Besuchern des Internationalen Cafés vom Arbeitskreis Asyl und Integration an der Küsterstraße verabschiedet. „Wir sind so etwas von stolz. Ich freu mich riesig“, sagt Birgit Mares, Mitinitiatorin des wöchentlichen Treffs für Geflüchtete und Einheimische. Dem pflichtet auch Mitstreiter Sami Aiyoubi bei. „Ihr seid alle drei ein Vorbild für uns Flüchtlinge.“ Das Kompliment gibt der 23-jährige Ahmad Ansabsabi an die ehrenamtlichen Helfer im Café zurück. „Alle Flüchtlinge, die wir in Wunstorf sind, sind sehr dankbar für die Hilfe von euch.“

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Eine besondere Beziehung hat Petra Schönwitz, Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrerin, zu den drei jungen Männern aufgebaut. Sie gab ihnen ab Frühjahr 2016 in der Wohnwelt intensiven Sprachunterricht. „Damals waren viele in der Warteschleife“, berichtet Schönwitz. Erst nach dem Sommer hatten sie Anrecht auf den Besuch von Integrationskursen gehabt. Sie seien „extrem motiviert“ gewesen. Durch ihr Studium im Heimatland hätten sie gewusst, wie man lernt. „Es hat unendlich viel Spaß gemacht. Ich habe aus dem Kurs mindestens genauso viel mitgenommen“, sagt Schönwitz.

In Erinnerung bleibt ihr beispielsweise die große Höflichkeit. So hätten die Kursteilnehmer oben auf der Treppe gewartet, wenn sie hinauf wollte. Und dass, obwohl diese breit genug für zwei Personen ist. Über die Umgangsformen seiner Kommilitonen ist Awad Soleman erstaunt. Der 27-jährige Student hatte beobachtet, dass seine Kommilitonen während der Vorlesung essen. In Damaskus, dort studierte er drei Semester Kommunikation und Informatik, sei dies „sehr unhöflich“. Erste Vorkurse für sein Informatikstudium, das am 8. Oktober an der Fachhochschule in Bielefeld beginnt, hat er bereits absolviert.

„Es liegt noch eine harte Zeit vor euch“, sagt Hans-Jürgen Heider vom Arbeitskreis Asyl und Integration. Er habe selbst im Ausland studiert. Im Studium müsse noch spezielles Fachvokabular erlernt werden. „Ich wünsche viel Glück und Erfolg.“

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Von Rita Nandy

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