Fotostudio auf Zeit

Erster Mieter im „Werkraum“: Fotograf füllt Co-Working-Space in Wunstorf mit Leben

Erster Mieter des Werkraums: Fotograf Niclas Flenter aus Bokeloh nutzt den Co-Working-Space an der Südstraße 24.

Erster Mieter des Werkraums: Fotograf Niclas Flenter aus Bokeloh nutzt den Co-Working-Space an der Südstraße 24.

Wunstorf. Über seinen neuen Arbeitsplatz gerät Fotograf Niclas Flenter regelrecht ins Schwärmen. „Der Standort ist großartig.“ Direkt am Eingang zur Fußgängerzone ist er als erster Mieter in den Werkraum an der Südstraße eingezogen. Dort können Existenzgründer und -gründerinnen ihre Waren präsentieren und auch für kurze Zeit Büroflächen preisgünstig mieten. Bisher hatte jedoch noch niemand einen Vertrag mit der Stadt abgeschlossen.

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Für ihn sei es eine Art Stimmungsbarometer. „Rechnet sich das?“ – das will Flenter in den nächsten drei Monaten ausprobieren. Sein neues Domizil bietet für ihn aber noch weitere Vorteile. „Es ist praktisch, für Shootings ist alles aufgebaut.“ Er müsse seine Ausrüstung nun nicht jedes Mal zum Kunden schleppen. Zudem freut sich der junge Vater, auch mal aus seinem Haus in Bokeloh herauszukommen. Die Bildbearbeitung habe er zuvor im Homeoffice erledigt. Jetzt können die Fotografierten auch nach einem kurzen Bummel durch die Fußgängerzone ihre digitalen Bilder direkt mitnehmen.

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Die ersten Fotos hat er im Werkraum bereits geschossen. Sein Schwerpunkt liegt auf Porträt- und Businessfotografie. Im vergangenen Jahr meldete er sein Gewerbe an. Zuvor sei er mit Kuchen bezahlt worden, berichtet der 31-jährige Autodidakt und schmunzelt. Ursprünglich kommt er aus der Versicherungsbranche, leitete als Vertriebler ein Team mit 15 Mitarbeitenden. Die Fotografie war sein Ausgleich zum anstrengenden Job. „Ich habe mir meine Kamera geschnappt und bin in den Wald gegangen.“

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Schließlich entschied er sich, unter dem Namen Portrait-yourself seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Im März und April spezialisierte er sich auf Businessfotografie. Hochzeiten habe er auch fotografiert, doch er ist sich sicher: "Es gibt andere Fotografen, die hier noch mehr Leidenschaft entwickeln." Er knipst lieber für Unternehmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Bewerbungsfotos habe er in den ersten zwei Wochen am Eingang zur Fußgängerzone bereits Aufträge erhalten.

Niclas Flenter hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Niclas Flenter hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Keine weiteren Mieter für Werkraum

Anfragen für die Ladenflächen gehen auch immer wieder beim städtischen Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm ein. Doch unterschriftsreif sei bislang nichts. Die Stadt zahlt die Miete vorerst für ein Jahr mit Geld aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“. Die Idee war, Existenzgründerinnen und -gründern dabei zu helfen, Geschäftsideen zu realisieren, und so auch die Südstraße zu beleben.

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