Bewerbung über Social Media

ESC 2023: „Unser Lied für Liverpool“ könnte aus der Tiktok-Welt kommen

Der Eurovision Song Contest wird in 2023 in Liverpool stattfinden, das wurde am 07. Oktober 2022 bekanntgegeben (Archivbild).

Der Eurovision Song Contest wird in 2023 in Liverpool stattfinden, das wurde am 07. Oktober 2022 bekanntgegeben (Archivbild).

Hamburg. Es geht um „Unser Lied für Liverpool“: Für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) wird erstmals einer der Acts über das soziale Netzwerk Tiktok nominiert. Das teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Mittwoch in Hamburg mit. Tiktok wendet sich mit seinen markanten Videos im Hochformat an eine sehr junge Zielgruppe. Aber auch über eurovision.de können sich Sängerinnen und Sänger sowie Bands mit ihren Liedern ab sofort per Video bewerben. „Pop oder Country, Electro oder R‘n‘B, Schlager oder Rock: den Musikstilen sind keine Grenzen gesetzt“, so der NDR.

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Wer den Weg über Tiktok wählt, muss sich unter dem Hashtag #UnserLiedFürLiverpool der Community des Netzwerks stellen. „Die aussichtsreichsten Songs auf der sozialen Plattform, die den ESC-Richtlinien entsprechen, werden noch einmal zur Abstimmung gestellt. Wer bei Tiktok gewinnt, ist direkt beim Vorentscheid dabei“, teilte der NDR mit. Der Sender gehe zudem auch selbst auf Künstlerinnen und Künstler zu. Einsendeschluss ist der 28. November.

Die Pechsträhne der deutschen Kandidaten

Aus allen Bewerbungen sucht ein Team aus Fachleuten die Acts für den Vorentscheid „Eurovision Song Contest 2023 - Unser Lied für Liverpool“, der Anfang März laufen soll. Wie viele Acts in den Vorentscheid kommen, wird nach Sichtung aller Beiträge festgelegt. In der Show entscheidet sich, wer für Deutschland zum ESC 2023 nach Großbritannien fährt.

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Die ARD Popradios - Antenne Brandenburg, Bayern 3, Bremen Vier, hr3, MDR Jump, NDR 2, SR 1, SWR 3 und WDR 2 - laden ihre Hörer ein, über ihren Lieblings-Act online abzustimmen. Das Ergebnis fließt beim Vorentscheid in die Gesamtwertung mit ein.

Seit Jahren hofft die ARD mit immer neuen Varianten Deutschlands Pechsträhne zu beenden. Dieses Jahr war Malik Harris mit seinem Song „Rockstars“ auf dem letzten Platz gelandet. Davor war in Rotterdam der Hamburger Sänger Jendrik auf Rang 25 und damit auf dem vorletzten Platz gelandet. Beim ESC 2019 (vor einer Corona-Zwangspause) hatte das Duo S!sters mit „Sister“ ebenfalls nur den vorletzten Platz erwischt, genauso Levina 2017. Mehreren anderen ging es ähnlich.

Der Eurovision Song Contest gilt als größtes Musik-Event der Welt mit mehr als 200 Millionen Menschen an den Bildschirmen. Das Finale ist am 13. Mai im englischen Liverpool geplant. Die BBC veranstaltet den ESC anstelle des ukrainischen Senders UA:PBC - die ukrainische Band Kalush Orchestra hat zwar den ESC in diesem Jahr gewonnen. Angesichts des Krieges ist aber Großbritannien eingesprungen. Deutschland ist als einer der größten Geldgeber des Spektakels für das Finale gesetzt.

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RND/dpa

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