RND-Interview

Jan Josef Liefers und Axel Prahl: „Manchmal mehr Zeit miteinander verbracht als mit unseren Frauen“

ARD/WDR TATORT: EIN FREUND, EIN GUTER FREUND, Regie: Janis Rebecca Rattenni, Buch: Benjamin Hessler, am Sonntag (13.11.22) um 20:15 Uhr im ERSTEN.
Ob sie es wollen oder nicht: Ihre Wege kreuzen sich immer wieder im Job und auch zuhause. Denn der Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrichs Boerne (Jan Josef Liefers) (l.) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) (r.) wohnen Tür an Tür.
© WDR/Martin Valentin Menke, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Martin Valentin Menke" (S2+). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

ARD/WDR TATORT: EIN FREUND, EIN GUTER FREUND, Regie: Janis Rebecca Rattenni, Buch: Benjamin Hessler, am Sonntag (13.11.22) um 20:15 Uhr im ERSTEN. Ob sie es wollen oder nicht: Ihre Wege kreuzen sich immer wieder im Job und auch zuhause. Denn der Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrichs Boerne (Jan Josef Liefers) (l.) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) (r.) wohnen Tür an Tür. © WDR/Martin Valentin Menke, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Martin Valentin Menke" (S2+). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

Axel Prahl und Jan Josef Liefers ermitteln in einer eigenen Liga – und das seit nun schon 20 Jahren: Kommissar Frank Thiel und Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne erreichen mit ihren komödiantisch getönten Krimis regelmäßig Einschaltquoten von mehr als 13 Millionen Zusehenden. In der Jubiläumsfolge „Ein Freund, ein guter Freund“ (Sonntag, 13. November, 20.15 Uhr, ARD) müssen die beiden ungleichen Ermittler den Mord an einem Anwalt klären – es ist der 42. Fall für das Kultduo, das am 20. Oktober 2002 sein Debüt gab.

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Seit 20 Jahren spielen Sie die „Tatort“-Ermittler Thiel und Boerne. Was mögen Sie an Ihrer jeweiligen Rolle am meisten?

Axel Prahl: Dass sie schon so lange lebt und ihr, trotz des sehr gefährlichen Berufs, noch nichts zugestoßen ist. Aber eins möchte ich an dieser Stelle auch noch mal klarstellen: Professor Dr. Dr. Karl Friedrich Boerne ist KEIN Ermittler, auch wenn er es sicherlich gerne wäre. Er ist Rechtsmediziner.

Jan Josef Liefers: Hallo?! Ein Rechtsmediziner ermittelt auch! Ohne Boer­nes Erkenntniswasserfall wäre Thiel vertrocknet wie seine Büropflanzen.

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„Ein Freund, ein guter Freund“ lautet der Titel der neuen Folge. Sind Sie im Lauf der Zeit echte Freunde geworden?

Prahl: Freunde? Mehr als das. Wir haben manchmal mehr Zeit miteinander verbracht als mit unseren Frauen.

Liefers: Hier stimme ich ohne Wenn und Aber zu. Müsste ich plötzlich untertauchen, ich würde es bei Axel tun. Das ist natürlich geheim, sonst weiß ja jeder, wo er mich dann findet.

Waren Sie beide gleich von der Idee angetan, Krimi und Komik zu mischen?

Liefers: Die Aussicht, mit Axel nicht einfach nur einen weiteren „Tatort“ nach altbewährtem Muster abzuliefern, sondern die Krimikomödie wiederzuentdecken, war für mich der größte Reiz, mitzumachen.

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Hätten Sie geglaubt, dass daraus eine solch langjährige Erfolgsgeschichte werden würde?

Liefers: Es hätte auch ganz schnell vorbei sein können. Erfolgsgeschichten kann man leider nicht allein schreiben, dafür braucht es 13 bis 14 Millionen Fans.

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Was ist das Erfolgsgeheimnis des Münster-„Tatorts“?

Prahl: Dafür braucht es eigentlich nur drei Dinge: treue Fans, treue Fans und treue Fans. Jetzt aber mal Spaß beiseite: Wenn ich im Entferntesten eine Ahnung hätte, wie es zu diesem Erfolg gekommen ist und was man dafür tun muss, hätte ich mir das sofort patentieren lassen.

Liefers: Sich von anderen zu unterscheiden ist schon mal ein guter Plan, aber eben auch riskant. Risikobereitschaft und keine Angst vorm Scheitern zu haben, das hilft. Es muss aber noch vieles mehr passen, und am Ende braucht man auch noch einen Teelöffel Feenstaub.

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Vor fünf Jahren wurden Sie beim Dreh sogar von „Verstehen Sie Spaß?“ reingelegt: Guido Cantz spielte eine Leiche auf dem Seziertisch, die einfach nicht stillhalten wollte.

Prahl: Wir mussten die Szene elf- oder zwölfmal von vorne anfangen, normalerweise brauchen wir nie mehr als zwei bis maximal fünf Versuche. Aber Jan und ich blieben komplett entspannt. Ich muss allerdings gestehen, dass Guido Cantz wirklich so exzellent von der Maske hergerichtet war, dass wir ihn tatsächlich nicht erkannt haben.

Warum sind die beiden Ermittler in der neuen Folge eigentlich wieder beim Sie – waren sie nicht schon beim Du angelangt?

Prahl: Weil sowohl Thiel als auch Professor Boerne der Ansicht sind, dass das Sie eine gewisse erotische Distanz erzeugt. Versuchen Sie es gern einmal selbst zu Haus und wünschen Sie Ihrem Partner eine angenehme Nachtruhe mit den Worten: „Gute Nacht Schatz, schlafen Sie gut.“

Haben Sie beide sich schon mal Gedanken gemacht, ob Sie in 20 Jahren immer noch als „Tatort“-Duo ermitteln wollen?

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Prahl: Die Vorstellung, dass ich den Herrn Professor im Rollstuhl über den Domplatz in Münster schiebe, klingt in der Tat verlockend.

Liefers: Wie willst du das machen, du hast mit deinem Rollator genug zu tun. Falls Boerne einen Rolli nötig hat, dann fährt der mit erneuerbaren Energien – Luft und Liebe.

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