„Offizieller Sponsor von Homosexualität“

Arabische Länder wollen Netflix-Inhalte entfernen lassen: Droht sogar ein Verbot?

Das Logo von Netflix auf dem Display eines Computerbildschirms. (Symbolbild)

Das Logo von Netflix auf dem Display eines Computerbildschirms. (Symbolbild)

Dubai. Arabische Länder haben den Streaming-Anbieter Netflix zur Entfernung von als anstößig empfundenen Inhalten aufgerufen. Die Inhalte, die nicht näher beschrieben wurden, liefen „islamischen und gesellschaftlichen Werten und Prinzipien zuwider“, teilte ein Ausschuss des Golfkooperationsrats am Dienstag mit. Der Aufruf richtete sich offenbar gegen Sendungen, die Schwule und Lesben zeigen. Der Golfkooperationsrat besteht aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Kuwait, Oman und Katar.

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Das saudi-arabische Staatsfernsehen zeigte ein Interview mit einer angeblichen „Verhaltensberaterin“, die sagte, Netflix sei ein „offizieller Sponsor von Homosexualität“. Das Fernsehen strahlte auch einen Ausschnitt aus, in dem Netflix mit einem Verbot in Saudi-Arabien gedroht wurde.

Das Unternehmen mit Sitz in Los Gatos in Kalifornien reagierte zunächst nicht auf eine Kommentaranfrage.

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Netflix bereits 2019 mit Selbstzensur in Saudi-Arabien

In einigen Teilen der arabischen Welt sind Angehörige der Gemeinschaft der Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transsexuellen und Queeren zu Haftstrafen verurteilt worden. In einigen Ländern droht den Angehörigen die Todesstrafe.

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Netflix hat bereits zuvor beschränkt, welche seiner Inhalte in Saudi-Arabien zu sehen sind. Aktivisten kritisierten 2019 das US-Unternehmen dafür, eine Folge der Sendung „Patriot Act“ entfernt zu haben, in der der saudi-arabische Kronprinz Mohammed wegen der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi kritisiert wird. Netflix argumentierte damals, die Folge sei wegen einer juristischen Anfrage der Behörden beseitigt worden, nicht wegen ihres Inhalts.

RND/AP

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