Nach Verbot durch die Fifa

Englische Ex-Fußballspielerin Alex Scott setzt in Katar Zeichen: „One Love“-Binde im Live-TV

BBC-Moderator Alex Scott (l.) spricht beim Vorrundenspiel der englischen Nationalmannschaft gegen den Iran bei der Fußball-WM in Katar ins Mikrofon.

BBC-Moderator Alex Scott (l.) spricht beim Vorrundenspiel der englischen Nationalmannschaft gegen den Iran bei der Fußball-WM in Katar ins Mikrofon.

Al-Rajjan. Die ehemalige englische Fußball-Nationalspielerin Alex Scott hat bei einer Live-Übertragung der WM im englischen Fernsehen die „One Love“-Binde getragen.

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Vor der Begegnung zwischen England und dem Iran am Montag hatte die 38 Jahre alte Expertin, die viele Jahre für England spielte, das umstrittene Stück Stoff im Innenraum des Stadions in Katar an ihrem linken Arm und zeigte es beim TV-Sender BBC in die Kamera. Für diese Aktion am Spielfeldrand unmittelbar vor dem Anpfiff wurde die einstige Abwehrspielerin in den sozialen Medien gefeiert.

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Fifa verbietet „One Love“-Kapitänsbinde bei der Fußball-WM in Katar

Der Fußball-Weltverband Fifa hatte die „One Love“-Kapitänsbinde bei dem Turnier in Katar kurz zuvor verboten und das mit den von allen Teilnehmern anerkannten WM-Regularien begründet. Explizit hob der Verband in einer Mitteilung den Artikel 13.8.1 der Ausrüstungsregeln hervor: „Für Fifa-Finalwettbewerbe muss der Kapitän jeder Mannschaft eine von der Fifa gestellte Armbinde tragen.“ Die Fifa unterstütze Kampagnen wie „One Love“, aber dies müsse im Rahmen der allen bekannten Regeln erfolgen.

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Diese Entscheidung hatte bei vielen Teams für viel Frust gesorgt. Ursprünglich wollte Englands Kapitän Harry Kane am Montag im Chalifa-International-Stadion von Al-Rajjan als erster Spieler bei dem Turnier mit der besonderen Kapitänsbinde auflaufen. Diese Pläne wurden jedoch kurzfristig wieder verworfen. Auch der deutsche Kapitän Manuel Neuer wird die Armbinde beim WM-Auftakt des deutschen Teams am Mittwoch gegen Japan nicht wie geplant tragen.

CNN-Moderatorin tritt in Regenbogenfarben auf

Alex Scott war mit ihrer Aktion jedoch nicht die erste TV-Moderatorin, die ein Zeichen für Menschenrechte bei der Fußball-WM in Katar setzte. Amanda Davies, die für den US-Fernsehsender CNN aus Katar berichtet, wählte für den ersten Spieltag ein regenbogenfarbenes Kleid. Fotos zeigen die Journalistin mit ihrer symbolträchtigen Kleidung sowohl im Studio des Senders in Katar als auch beim Eröffnungsspiel im Stadion.

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Die Regenbogenfahne repräsentiert die weltweite Friedensbewegung, steht aber auch für die Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen. Insbesondere seit den 1970er-Jahren wird sie von der LGBTQI+-Bewegung verwendet.

RND/sic/dpa

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