„Konsequenzen für Comedian XY“: Hazel Brugger setzt Zeichen gegen sexuelle Gewalt

Hazel Brugger und ihr Mann Thomas Spitzer mit T-Shirt mit der Aufschrift „Konsequenzen für Comedian XY" und „Künstler ohne Rückgrat sind Künstler ohne Geschmack“.

Hazel Brugger und ihr Mann Thomas Spitzer mit T-Shirt mit der Aufschrift „Konsequenzen für Comedian XY" und „Künstler ohne Rückgrat sind Künstler ohne Geschmack“.

Köln. Er war nicht da – und beim „Deutschen Comedypreis“ trotzdem irgendwie allgegenwärtig: Luke Mockridge (32). Nach Bekanntwerden neuer Vorwürfe gegen ihn war die Nominierung der Serie „ÜberWeihnachten“ mit dem Comedian erst am Donnerstag kurzfristig zurückgezogen worden. Ein klares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzten am Freitagabend in Köln Hazel Brugger und ihr Mann Thomas Spitzer – den Namen Mockridge nannten sie dabei nicht.

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Beide trugen auf dem roten Teppich in Köln schwarze T-Shirts, auf denen „Konsequenzen für Comedian XY“ und „Künstler ohne Rückgrat sind Künstler ohne Geschmack“ stand. „Ich glaube, es ist wichtig, dass Leute, die unabhängig sind wie Thomas und ich, diese Unabhängigkeit nutzen, um solidarisch zu sein mit Opfern sexueller Belästigung, potenziellen Opfern, Menschen, die sich mit Opfern solidarisieren. Und nicht einfach kuschen, weil wir denken, unser Karriere steht auf dem Spiel. Denn das steht sie nicht“, sagte Brugger auf dem roten Teppich.

Neue Vorwürfe gegen Mockridge öffentlich geworden

Mockridge hatte im August in einem Video angekündigt, dass es 2021 keine Shows mehr mit ihm im Fernsehen geben werde. Er berichtete damals von Vorwürfen gegen ihn in sozialen Netzwerken und von der Anzeige einer Ex-Partnerin, die nach eigenen Angaben einen Vorfall in einer gemeinsamen Nacht als versuchte Vergewaltigung wahrgenommen habe. Mockridge wies die Vorwürfe in dem Video zurück. „Das, was mir vorgeworfen wird, das ist nicht passiert“, sagte er. Seinen Rückzug begründete er damit, dass er sich „sammeln“ wolle.

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Vor rund einer Woche kündigte Mockridge dann an, dass er seine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern werde. Er verwies auf aktuelle Berichterstattung zu seiner Person und erklärte, er brauche Zeit, „um zu verstehen, zu lernen und zu heilen“. Zuvor hatte der „Spiegel“ über neue Details der Vergewaltigungs­vorwürfe seiner Ex-Freundin und über neue Anschuldigungen mehrerer Frauen berichtet.

RND/lob/seb/dpa

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