Turbulenter „Masked Singer“-Auftakt: Jens Riewa ist raus – und die Fans sind sauer

„Ich probte sogar auf dem Klo.“ Jörg Riewa ging in seiner Rolle als Chili auf und hatte riesigen Spaß.

„Ich probte sogar auf dem Klo.“ Jörg Riewa ging in seiner Rolle als Chili auf und hatte riesigen Spaß.

Köln. So ein heißer Auftritt, so beschwingt, so gut gelaunt. „Du warst die größte Rampensau“, lobte „Red“-Moderatorin Annemarie Carpendale den soeben enttarnten Jens Riewa. Der hatte bei seinem Auftritt als Chili wahrlich alles gegeben und den „Rhythmus in der Hitze der Nacht“ beschworen. Nützte alles nichts. Am Ende der Auftaktsendung der fünften Staffel von „The Masked Singer“ (Pro Sieben) bekam die Chili die wenigsten Zuschauerstimmen und musste die Maske ablegen. Und genau da begann das Brodeln bei der Fanbasis: Denn viele Fans beschwerten sich, dass die Abstimm-App abgestürzt war. „Wie kam diese Abstimmung überhaupt zustande?“, fragten einige, andere posteten brüskiert: „Das war unfair!“

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Ausgerechnet bei der Premiere der „geilsten Show des Universums“ (Jens Riewa: „Es war eine Ehre, hier mitmachen zu dürfen!“) am Samstagabend gab es also Misstöne. Neben der holprigen App wurde, ebenso gut gerechtfertigt, erneut die Überlänge der Werbezeit moniert: Mit sechs Werbeblöcken fütterte Pro Sieben immerhin rund eine Stunde lang sein Sparschwein. Aber dass die Werbung mehr Raum einnimmt als die Auftritte der Maskierten, ist ja gute Tradition geworden. Alles hat sich also nicht geändert.

Das Internet lüftet die Maskengeheimnisse

Ebenso identisch geblieben ist die Superleistung, die die Maskentüftler und Kostümbildner leisten. Die zehn Masken sind erneut atemberaubend fantasievoll und aufwendig und die noch Unbekannten, die sie mit Leben erfüllen, nicht minder begeisternd. Da werden die Fans noch einige weitere große Überraschungen erleben. Denn es zeichnet sich ab, dass die Mehrzahl der Promis diesmal eben keine tollen Sänger sind. Und das ist gut so!

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Bis zum Beginn der Sendung waren nur acht der zehn Masken bekannt. „Mülli Müller“, das Müllmonster aus der Mülltonne, wurde aber gleich als Erster auf die Bühne geschickt – womit sich die Überraschung in Grenzen hielt. Das war auch bei der zweiten „neuen Maske“ so. Die Raupe trat als Erster im zweiten Fünfkampf auf, war aber nur jenen tatsächlich noch unbekannt, die ausschließlich am Fernseher klebten. Wer in der App surfte, sah den Glitzerkrabbler auf Rollschuhen früher – da ging die App nämlich noch. Fluch der digitalen Tat.

Rea Garvey erkennt die Chili

Als bewährte Stammkräfte wieder dabei sind Matthias Opdenhövel als gewitzter Moderator: „Wir sind heute sehr schwanzlastig in der Show“, stellte er fest, als er über den Bürzel des Stinktiers und dann die Schwanzflosse des Hammerhais stolperte. Ebenfalls an Bord sind Ruth Moschner und Rea Garvey als feste Jurymitglieder. Verstärkt wurden sie durch Gastjuror Álvaro Soler, der damit erneut nicht in einer der Masken stecken kann. In den früheren Staffeln war er schon verdächtigt worden, unter anderem Faultier und Dinosaurier zu sein.

Aber trotz ein paar Stolperern zum Start, Jens Riewa, die enttarnte Chili, hat schon recht: „Diese Show wird noch in 100 Jahren funktionieren.“ Das Raten, das Verzweifeln über die verborgenen Promis macht einfach Spaß, weil es so schwierig ist. Und so durfte Rea Garvey auch ein bisschen stolz sein, dass er Riewa im Chiliverdacht hatte. „Wir haben uns zuletzt beim Essen auf Mallorca getroffen – aber du tanzt immer noch so wie damals“, lachte er.

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Die Nichtsänger scheinen in der Überzahl

Die Chili ist also leider raus. Aber die anderen Masken werden noch viel Freude bereiten. Und wenn die Juroren und/oder die Fancommunity mit ihren Verdächtigungen richtig liegen, werden da noch echte Topstars aus den Verkleidungen krabbeln. Mülli Müller scheint ein Gesangsprofi zu sein, der seine Stimme verstellte. Moschner verdächtigte Johannes Oerding (oder Nina Hagen!), Soler brachte sogar Tote-Hosen-Sänger Campino ins Spiel, die Fans favorisieren Samu Haber. Im Kostüm des exotischen Axolotls (Moschner: „Was für ein tolles Wesen“) wird eine erfahrene Nichtsängerin vermutet. Keine große Gesangskarriere dürften bisher auch der Teddy, der Phönix, der Hammerhai und das Stinktier gehabt haben.

Profisängerinnen sind dagegen in den Kostümen der Glitzerraupe, des Mopses und der Heldin zu erwarten. Die Raupe begeisterte mit „Proud Mary“ (CCR), die Mopsin verblüffte mit „Unbreak My Heart“ (Toni Braxton), weil sie bei der ersten Strophe noch die Stimme auf „Amateur“ verstellte, dann aber im Refrain zu Weltklassegesang ansetzte. War’s Beatrice Egli, wie Ruth Moschner vermutete? Oder Inka Bause, wie es die Fans sehen? Die Heldin machte ihrem Namen und dem Kostüm alle Ehre, indem sie die krasseste Version von „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana präsentierte und den Grungeklassiker erst eher hauchte denn sang und dann in Teil zwei mächtig Gas gab. Da reichen die Verdächtigungen von Jeanette Biedermann über Anna Loos bis zur Fanfavoritin Christina Stürmer.

Ist Til Schweiger der Hammerhai?

Schön wäre es, wenn mal ein Nichtsänger gewinnen würde. Es sieht aber nicht danach aus. Mit Chili, Teddy, Hammerhai und Stinktier mussten am Ende vier Masken um den Einzug in die nächste Runde bangen, die deutlich anderswo ihre Talente haben, vielleicht Sportler, Tänzer oder Schauspieler sind. Oder halt „Tagesschau“-Sprecher. Wie lobte Rea Garvey, selbst Sänger? „Das, das du nicht draufhast, hast du aber toll gemacht.“ Am Ende setzte sich der Hammerhai (vielleicht Til Schweiger oder Schauspielkollege Hans Sigl) gegen die Chili durch. Demnächst grüßt Jens Riewa also wieder aus der „Tagesschau“. Guten Abend, meine Damen und Herren.

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RND/Teleschau

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